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The Scandic Ride 2025: Vom Nordkapp zurück nach Süden (Etappe 3): Reine – Bodo – Trondheim

Etappe 3 nach Süden: Vom arktischen Fjell ins grüne Trøndelag

Über Bodø, Saltstraumen, den Polarkreis und Mosjøen nach Trondheim

Auf dieser rund 850 Kilometer langen Zweitagesetappe ging es von Moskenes auf den Lofoten über Bodø und Mosjøen bis nach Trondheim. Die Strecke führte durch einige der abwechslungsreichsten Landschaften Norwegens: von den schroffen Küsten- und Berglandschaften der Lofoten über die Insel- und Fjordwelt bei Bodø, vorbei am gewaltigen Gezeitenstrom Saltstraumen, hinauf auf die noch schneebedeckten Hochflächen des Saltfjellet und über den Polarkreis. Anschließend wechselte die Kulisse zu Fjorden, Flusstälern, Wäldern und Seenlandschaften entlang des Ranfjords und des Namdalen.

Größere Orte / Städte entlang der Route waren Bodø, Mo i Rana, Mosjøen (Übernachtung), Grong und schließlich Trondheim.

Zu den Höhepunkten zählten die Fährfahrt mit dem Blick auf die Lofoten, der Nationalfeiertag in Bodø, die Überquerung des Polarkreises, die beeindruckenden Schneelandschaften auf dem Saltfjellet sowie zahlreiche Rentiere und einige Elche, die am Straßenrand zu sehen waren.

Die Etappe über 2 Tage zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig sich Norwegen innerhalb weniger hundert Kilometer verändern kann. Alpenähne Bergwelt mit Felsen, bewaldete Berge ähnlich dem Schwarzwald, Hügel, weite Wiesen und sich auftürmende Berge wie im Allgäu.

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Reine – Saltstraumen

Nach mehreren Tagen mit Regen, Sprühregen und tiefhängenden Wolken zeigte sich Nordnorwegen pünktlich zu dieser Etappe von seiner schönsten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein wurde zunächst die Fähre von Moskenes nach Bodø genutzt. Bereits während der Überfahrt boten die schroffen Bergformationen der Lofoten und die weite Küstenlandschaft eindrucksvolle Panoramablicke.

Die Landschaft wechselte dabei von den dramatischen, steil aus dem Meer aufragenden Felsformationen der Lofoten zu den offeneren Küstenlandschaften rund um Bodø.

 

Nationalfeiertag in Bodø
Nach der Ankunft im Hafen führte die Route zunächst durch das festlich geschmückte Bodø. Der 17. Mai ist Norwegens Nationalfeiertag und wird im ganzen Land mit Umzügen, Musik und traditionellen Feierlichkeiten begangen. Überall waren Familien, Schulklassen und Vereine unterwegs. Besonders auffällig waren die zahlreichen Menschen in ihren farbenfrohen traditionellen Trachten, den sogenannten Bunads, die dem Stadtbild eine ganz besondere Atmosphäre verliehen.
 
Ein kurzer Halt am Aspmyra Stadion

Mitten im Wohngebiet und unweit des Fluhafens liegt das Aspmyra Stadion, der Heimat des Fußballvereins FK Bodø/Glimt. Das Stadion zählt zu den bekanntesten Fußballstätten Norwegens und hat insbesondere durch die internationalen Erfolge des Vereins in den vergangenen Jahren große Bekanntheit erlangt (Champions League Achtelfinale 2026).

Die Landschaft wandelte sich nun von städtischer Küstenatmosphäre zu einer offenen, vom Meer geprägten Insel- und Schärenlandschaft.

Das Naturwunder Saltstraumen

Rund 30 Kilomter von Bodo entfernt lag eines eines der bekanntesten Naturphänomene Norwegens besucht: der Saltstraumen.

Der schmale Meereskanal verbindet zwei Fjorde miteinander und erzeugt durch die gewaltigen Gezeitenströmungen spektakuläre Wasserwirbel. Von der Brücke bot sich ein beeindruckender Blick auf die gewaltigen Wassermassen, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch die enge Passage zwängten.

Saltstraumen – stärkster Gezeitenstrom der Welt

Beim Wechsel von Ebbe und Flut werden enorme Wassermengen durch den nur wenige hundert Meter breiten Sund gepresst. Dabei entstehen Strudel und Wirbel mit mehreren Metern Durchmesser. Die Strömung erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten und macht den Saltstraumen zu einem der spektakulärsten Gezeitenphänomene weltweit.

Betonbrücke überspannt einen Fluss mit starker Strömung, im Hintergrund schneebedeckte Hügel unter klarem Himmel.

"Die Berge Norwegens ragen wie Wächter empor und schützen ein Land von einzigartiger Ursprünglichkeit.“

Knut Hamsun, “Hunger” (1890)

Über das Saltfjellet zum Polarkreis

Von der Küste ging es anschließend auf der 812 ins Landesinnere. Die schmale Straße ging anfangs entlang des Skerstad Fjord bis ans Ende in Misvær. Ab hier gibg es stetig hinauf auf das Saltfjellet, Rentiere waren häufiger zu sehen als Autos. Trotz des bereits fortgeschrittenen Frühlings Mitte Mai lag entlang der Straße immer noch Schnee, der stellenweise bis unmittelbar an den Fahrbahnrand reichte.

 

Die Landschaft wechselte nun von maritimer Küstenlandschaft in eine nahezu baumlose Hochgebirgs- und Fjellregion mit weiten Schneeflächen. Es ging bei bis zu 8% Steigung von Meereshöhe bis auf 512 Meter hinauf – die Passhöhe des Dugnadsveien (zwischen Misvær und Medby/E6).

Beim Artic Circle Center Polarkreis

Zurück auf der E6 führte die Route erst durch ein enges Tal mit vielen Bäumen – ähnlich des Schwarzwaldes. Danach öffnete sich das Tal und die E6 verlief durch eine karge Hochgebirgslandschaft nahe dem Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark.

Entlang des berühmten Saltfjellet Hotel Arctic Circle folgte einige Kilometer später der Polarkreis und ein kurzer Abstecher zum Arctic Circle Center. Das Besucherzentrum befindet sich auf etwa 680 Metern über dem Meeresspiegel und war ringsherum mit Schneebergen umringt. 

Das Besucherzentrum markiert die Überquerung des nördlichen Polarkreises  66°33′ Nord und gehört zu den bekanntesten Fotostopps entlang der E6. Hier türmte sich der Schnee teilweise noch Meterhoch, so dass das berühmte Polarkreis-Monument nur aus der Ferne betrachtet werden konnte.

 

Hinweis: Da sich die Neigung der Erdachse (die sogenannte Ekliptikschiefe) geringfügig und ständig verändert, wandert der reale Polarkreis im Laufe der Zeit um mehrere Dutzend Meter hin und her. Die tatsächliche astronomische Linie verläuft heute nicht mehr exakt durch das Gebäude, sondern etwas versetzt dazu (VisitNorway).

Artic Circle Monument mit Globus auf schneebedecktem Wiese hinter dem besucherzentrum unter blauem Himmel. © JustKommunikation GmbH | JustRide it
Artic Circe Monument

Durch die Fjordlandschaft nach Mo i Rana

Nach der Überquerung des Saltfjellets führte die Straße wieder bergab in Richtung Mo i Rana. Mit jedem Kilometer verschwanden die Schneefelder und machten grüneren Landschaften Platz.

Entlang der E6 führen auch die Schienen der bekannten Nordlandbahn, einer zumiest einspurigen Zugstrecke über 729 km von Trondheim bis Bodo. 

Die Landschaft wandelte sich von der kargen Fjellwelt zu einer Mischung aus Fjordufern, Flusstälern und bewaldeten Berghängen.

Nach langen Stunden der Ruhe war es bei der Durchfahrt von Mo i Rana richtig ungewohnt – viele Autos, Ampeln, Kreisvekehr.

Mit einem Blick auf die direkt in der Stadt liegenden Skisprungschanze ging es weiter auf der E6 anfangs entlang des Ranfjorden und danach wieder durch die Natur – u. a. dem Okstindan natur – og kulturpark.

 

Mosjøen – Industriestadt am Vefsfjorden

Die Stadt liegt malerisch am Fluss Vefsna, umringt von Bergen und gehört zu den ältesten Handelsplätzen Nordnorwegens

Im Jahr 1866 brach in Mosjøen ein regelrechtes „Goldrauschfieber“ aus. Es entstand ein großes Sägewerk, das Mosjøen zu einem Treffpunkt für englische Holzbarone, Waldarbeiter aus Odalen, samische Holzfäller, schwedische Bergbauern machte.
Später entstanden 2 Aluminiumwerke, die direkt am Fjord liegen.

Von Mosjøen nach Trondheim

Auf den rund 390 Kilometern von Mosjøen nach Trondheim (entlang der E6) wird die Vegetation nach Süden hin schrittweise milder, dichter und vielfarbiger. Die karge, oft felsige Taiga- und Fjell-Landschaft Nordlands wandelt sich in die üppigen, von Landwirtschaft geprägten Hügel von Trøndelag. 

Die Route führte südwärts anfangs durch das weite Vefsna-Tal. Die Landschaft wechselte nun zwischen dichten Wäldern, klaren Flüssen, kleinen Seen und sanften Berghängen.

Stopp am Laksforsen

Unterwegs wurde am bekannten Laksforsen angehalten. Der mächtige Wasserfall zählt zu den eindrucksvollsten entlang der E6 und beeindruckte durch seine enorme Breite sowie die gewaltigen Wassermengen.

Die Landschaft wurde zunehmend von Flüssen, Seen und weitläufigen Waldgebieten geprägt. Südlich von Trofors führte die Strecke durch die Region Namdalen. Zahlreiche Seen, Wälder und landwirtschaftlich genutzte Flächen sorgten für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild – immer wieder Rentiere waren zu sehen.

Bei Grong selbst ist ein Skigebiet uns man sieht die unzähligen Skilifte von der E6 aus. Die zuvor engen Täler gingen ab Grong in offene Kulturlandschaften mit Feldern und verstreuten Höfen über. 

Nach dem Snåsavatnet folgte wenig später Steinkjer, womit Trondheimfjord erreicht war. In Verdal sind am Hafen werden Offshore-Anlagen gebaut, sie man auf der Fahrt von der E6 eindrucksvoll sieht.

Über Levanger, Stjørdal, unter der Start- / Landbahn des Airport Trondheim hindurch folgte nach weitern 30 km Trondheim. Mit kurzem Besuch der Nordischen Skistadition folgte anschließend Seightseeing der historischen Stadt Trondheim.

"Norwegen, Land der Mitternachtssonne, in dem die Schönheit der Natur nie aufhört zu erstaunen.“

Henrik Ibsen (Peer Gynt, 1867)

Trondheim – ehemalige Königsstadt

Der Nidarosdom wurde besichtigt, durch das bunte Altstadtviertel Bakklandet wurde geschlendert und den Ausblick von der alten Stadtbrücke Gamle Bybro auf die Speicherhäuser wurde genossen. Durch das Übernachten im P-Hotels Brattøra direkt am Bahnhof war alles fussläufig bestens zu erreichen – und durch Blick hatte mein Zimmer Blick über den bahnhof in den Hafen & Fjord.

Vom dem noch kalten Polarkreis und schneebedeckten Fjelllandschaften war es in dem grüne Herz Mittelnorwegens nun Frühlingshaft warm (18.05.2025).

Nächste Etappe: Trondheim - Krstiansund - Atlantic Road - Bud - Molde - Trollstigen

Fortsetzung: Trondheim – Kristiansund – Molde – Trollstigen … Göteborg, Puttgarden

Trondheim, die Atlantic-Road, Richtung Süden durch einige Fjorde (Geiranger, Hardanger, Sognefjord), über Passstraßen (u.a. Sognefjellet, höchster Pass Norwegens) – durch den Nationalpark Hardangervidda,  Møsvatn Austfjell, über das Hochland von Haukelifjell und Rauland, vorbei am Gaustatoppen in Rjukan, den Skisprungschanzen von Vikersund und Holmenkollen nach Oslo sowie über Göteborg, Kopenhagen zum Ausgangspunkt Puttgarden

Text KI-unterstützt

"Norway, where the sea and the mountains embrace, creating a landscape that stirs the soul."

Lars Saabye Christensen, “The Half Brother” (2001)

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