IFZ – Mehr Sicherheit auf zwei Rädern
- 20. Mai 2026
(Aktualisiert: 22.05.2026)
Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) - "Im Dienst" der Sicherheit für Motorrad-Fahrer, Vespa-Fahrer ...
Das Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) verfolgt das Ziel, die Verkehrssicherheit aller motorisierten Zweiradfahrer zu optimieren, auf aktuelle Schiefstände aufmerksam machen und ggf. Lösungsvorschläge bieten.
Das IFZ (gemeinnütziger Verein mit Sitz in Essen) steht seit Jahren für fundierte Forschung rund um sicheres Fahren auf zwei Rädern. Dabei richtet sich der Blick längst nicht nur auf klassische Motorradfahrer – im Fokus stehen alle motorisierten Zweiräder, also auch Roller, Vespas, Mopeds und Mofas.
Leidenschaft und Sicherheit im Einklang
Die Faszination des Motorradfahrens erleben und gleichzeitig sicher unterwegs sein – genau diesem Anspruch hat sich das IFZ verschrieben.
Als Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) engagiert sich das IFZ aktiv in der Entwicklung und Umsetzung von Programmen zur Sicherheit aller motorisierten Zweiradfahrer – vom Mofa, Vespa bis hin zum leistungsstarken Motorrad. Darüber hinaus unterstützt das ifz Projekte der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) rund um dieses wichtige Thema (Forschungsprojekte). Oder initiert eigene Forschungsprojekte (Übersicht der Forschungsprojekte).
Zu den Partnern des IFZ zählen unter anderem die Deutsche Verkehrswacht (DVW), Organisationen wie DEKRA, GTÜ und TÜV, Versicherungen, ADAC sowie Fahrlehrerverbände. Durch diese enge Zusammenarbeit entstehen wertvolle Synergien, die sich beispielsweise in der kontinuierlichen Verbesserung von Fahrsicherheitstrainings widerspiegeln.
Aus Forschung für die Praxis
Ein besonderes Anliegen des IFZ ist es, das gesammelte Wissen zu teilen und für alle Interessierten zugänglich zu machen.
So stehen die umfangreiche Bibliothek und das Dokumentationszentrum mit tausenden Fachbeiträgen sowohl nationalen als auch internationalen Partnern zur Verfügung.
Unzählige Broschüren für Motorrad-Fahrer, Roller & Vespa-Fahrer zu verschiedenen Sicherheitsthemen, Fachpublikationen wie Praxis- und Forschungshefte sowie zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen sind auf der Website des ifz verfügbar und bilden eine bedeutende, zentrale Informationsquelle rund um das Thema Zweiradsicherheit.
Daneben bietet der IFZ als Initiator und Partner Sicherheitstrainings an.
Sicherheit geht alle Zweiradfahrer an – auch Vespa-Fahrer
Für die Vespa-Community bedeutet das: Viele Erkenntnisse und Empfehlungen des IFZ sind direkt auf das Fahren mit der Vespa übertragbar. Gerade im Stadtverkehr entstehen die viele Unfälle – häufig durch Vorfahrtsfehler oder weil Zweiräder schlicht übersehen werden.
Darüberhinaus beschäftigt sich das IFZ explizit auch mit Roller- / Vespa Fahren und hat dazu auch einige spezielle Broschüren erstellt.
Broschüren & Info-Materialien:
Diese Broschüren und andere interessante Informationen sind auf der Website zu finden – teilweise auch direkt zum Download verfügbar und / oder können aus als Print-Ausgabe bestellt werden. U. a.:
- SICHER UNTERWEGS AUF ROLLER UND CO – MOBIL AB 15 (PDF)
- 125 MOBILITÄT | Mit dem Pkw-Führerschein sicher unterwegs (PDF)
Mehr interessante Informationen und Studien findet ihr direkt beim IFZ – ein Blick lohnt sich auch für Vespa-Fahrer!
Was jeder Vespa-Fahrer aus den Erkenntnissen des IFZ mitnehmen kann:
Wie für den Motorrad-Fahrer, sind folgende Aspekte hinsichtlich der Sicherheit auch für den Vespa-Fahrer – ob mit 50 ccm oder 300 ccm – elementar.
- Sichtbarkeit ist entscheidend:
Licht an, auffällige Kleidung und ein wachsames Auge helfen, typische Gefahrensituationen zu vermeiden. - Schutz zählt – auch auf kurzen Strecken:
Helm, Handschuhe und feste Kleidung machen einen spürbaren Unterschied, selbst bei niedrigem Tempo. - Technik im Blick behalten:
Reifendruck und Bremsen sollten regelmäßig geprüft werden – für mehr Kontrolle und Fahrspaß. - Defensiv fahren:
Gerade im Stadtverkehr gilt: Immer mit Fehlern anderer rechnen. Vorausschauend fahren, Abstand halten, Geschwindigkeit anpassen …
Ob große Tour durch Berge und Landschaften oder kurzer Weg durch die City – etwa zum Bäcker: Sicherheit betrifft alle auf zwei Rädern. Wer sie beherzigt, fährt nicht nur entspannter, sondern auch deutlich sicherer.
Persönlicher Kommentar:
Auf der Website oder auf der Facebook Seite des IFZ lohnt immer ein Blick, um sich zum Thema Sicherheit beim Vespa Fahren zu informieren. Man findet sehr gute Tipps auch zur Ausrüstung …
#AbstandKommtAn
Kampagne zur Verkehrssicherheit des IFZ & DVR
Sicherheitsabstand ist deine beste Knautschzone auf zwei Rädern.
Die Verkehrssicherheitskampagne #AbstandKommtAn zeigt, dass Motorradfahrende ihre Bremswege oft falsch einschätzen.
Mit einer Aufklärungskampagne machen das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) auf die Wichtigkeit des ausreichenden Sicherheitsabstands im Straßenverkehr aufmerksam.
Hintergrund der Kampagne:
Aktuelle Studienergebnisse des IFZ (2025) über die Einschätzung von Motorradfahrerinnen und -fahrern hinsichtlich benötigter Bremswege zeigen dabei auf, wo die Defizite liegen: Bei der Wahrnehmung beim Bremsen.
Häufig wird der notwendige Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden von Motorradfahrenden falsch eingeschätzt und zu gering gewählt. Damit einher geht notwendiger Raum für Reaktion und Bremsweg verloren.
Ergebnisse der Studie des IFZ (2025): „Bremsweg, Wahrnehmung, Realität“
Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass zwischen subjektiver Einschätzung und realer Bremsleistung systematische Abweichungen bestehen – sowie mögliche Verzerrungen in der Distanzwahrnehmung.
- Distanzwahrnehmung: Entfernungen im Raum werden systematisch fehlerhaft eingeschätzt . Subjektiv plausibel wirkende Abstände sind häufig kleiner als angenommen.
Bremsweg-Schätzung vs. Realität: In vielen Fällen kamen Teilnehmende früher zum Stehen als zuvor geschätzt. Gleichzeitig kann fehlerhafte Distanzwahrnehmung im Verkehr zu sicherheitsrelevanten Fehleinschätzungen führen.
- Verkehrssicherheitsrelevanz: Die Ergebnisse zeigen, dass Abweichungen zwischen Wahrnehmung und realer Bremsleistung für sicherheitsrelevante Entscheidungen im Straßenverkehr von Bedeutung sind.
Die Spannweite der Einschätzungen macht deutlich, dass sich Sicherheitsreserven nicht zuverlässig aus Intuition ableiten lassen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten können daraus relevante Fehleinschätzungen im Verkehrsalltag entstehen.
Die kompletten Ausführungen zu dieser Studie sind zu finden unter: www.ifz.de/grenzen-der-wahrnehmung-ifz-studie-2025/
Quellen:
- Kampagne: ABSTAND KOMMT AN (Website IFZ / Pressemeldung (PDF))
- Studie des IFZ (2025) „Bremsweg, Wahrnehmung, Realität“ (Website)



