PRE RE IIII – Lech am Arlberg 2019

PRE RE IIII – Die härteste Scooter Nachtrallye der Welt

390 Alpen-Kilometer durch 3 / 4 Länder bei Regen, Nebel & Schnee

Sonntag, 6. Oktober 2019, war es wieder soweit. Die 4. Auflage der so genannten „PRE RE“ – die härteste Scooter Nachtrallye der Welt – fand in den Alpen mit Start und Ziel in Lech am Arlberg statt. Nach Zell am See (2013), Sölden (2015), Lienz (2017) trafen sich nun in Lech 52 Vespisti aus 5 Ländern, um die von Franz Schmalzl (Zell am See / Österreich) geplanten 390 Alpenkilometer über 9 Pässe zu bewältigen.

Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns  „unerschrockenen“ Vespisti. Bei strömenden Regen und rund 5 Grad Celsius wurde pünktlich um Mitternacht am Rüfiplatz in Lech am Arlberg die PRE RE IIII gestartet.

Durch den Ausfall des eigentlichen Frontman Thomas G., der leider auf der Anfahrt im starken Regen gestürzt ist, durfte ich diese Aufgabe übernehmen. Zum Glück kannte ich einzelne Streckenabschnitte, hatte auch Franz bei der Planung etwas unterstützt.

Zunächst ging es nach Warth und das Lechtal hinunter – um dann den ersten Pass in Angriff zu nehmen – den Hahntennjoch (1.894 m). Nach einer Stärkung kurz vor Passhöhe mit kräftiger Suppe und heißem Tee fuhren alle Vespisti (außer 2 Personen, die lieber die Rückkehr antraten) durch starken Nebel nach Imst hinunter und weiter über schmale Straßen der Piller Höhe (1.600 m).
Im Tal bei Prutz führte die Strecke über die Reschenstraße und dem Finstermünzpass (1.388 m) nach Nauders wieder hinauf, wo nach rund 135 Kilometern um 3.30 Uhr der nächste Pausenstopp wartete.

Da Italien nicht weit, machte ich mich statt Pause auf nach Italien und die Reschen-Passhöhe (1.455 m) , die ich nach 5 km erreichte. Auch eine weitere Tankstelle, die aber wie in Nauders auch geschlossen hatte..

Alle zusammen ging es weiter um 4:00 Uhr – angeführt von mir mir als Frontmann und Franz Schmalzl – über die Norbertshöhe (1.405 m) in die Schweiz, rund 50 Kilometer durch das Inn-Tal im Unterengadin vorbei an dem Skiort Scuol.

Nach dem ersehnten Tankstopp in Susch wurde gegen 5:30 Uhr der Flüelapass (2.383 m) mit 27 Kilometern Länge und 17 Kehren in Angriff genommen. Der höchste Punkt des PRE RE IIII forderte alle Fahrer mit Schneetreiben und teilweise schneebedeckter Straße auf der Passhöhe so richtig heraus. Der Schneepflug kam uns auf der Strecke zum Glück entgegen.

Nach Davos und dem Wolfgangpass (1.631 m), führte die Strecke in der einsetzenden Dämmerung weiter talabwärts über Klosters bis Landquart.

Kurz vor Lichtenstein verließen mich kurz meine Navigations- und Orientieruungssinne – klappte es die ganze Nacht OHNE Naviagtionssystem – musste ich dies nun anmachen und über einem Miniumweg auf den Strecke zurück führen.
Durch das vielen in den Spiegel schauen, um die Gruppe durch viele Ortschaften mit Ampeln zu führen, verpasste ich in einer Ortschaft die kleine Abfahrt.

Nach der Durchfahrt von Lichtenstein – Land Nr. 3 bzw. 4 der Tour – und Vaduz gab es einen Wärmestopp in Rankweil. Hier warteten einige Vespa- und Rad-Begeisterte mit selbstgemachtem Frühstück auf die PRE RE Fahrer, bevor es über das Furkajoch (1.870 m) und auf die Passhöhe des Faschinapasses (1.486 m) zum letzten Pausenstopp ging.

Die letzte Etappe führte hinab nach Schoppernau und über Schröcken und den Hochtannenberg-Pass (1.675 m) nach Warth. Nach 11:30 Stunden und einer anstrengenden, von viel Regen und auch etwas Schnee mit tiefen Nachttemperaturen geprägten Tour empfing eine Vielzahl an jubelnden Vespa-Fans die Teilnehmer am Rüfiplatz in Lech am späten Vormittag zurück. Auch die Sonne begrüßte die letztlich 47 Vespisiti (3 Fahrer stiegen während der Fahrt aus, 2 mussten mit Defekt aufgeben).

Bei der anschließenden Prämierung wurden alle Teilnehmer geehrt. Jeder, der die 390 Kilometer über Pässe und Sättel geschafft hatte, konnte sich als Gewinner fühlen.

Franz Schmalzl war sehr froh, dass alle Teilnehmer heil bei der vierten PRE RE im Ziel angekommen sind. Er betonte, dass angesichts der Wetterbedingungen und der langen Distanz diese PRE RE die mit Abstand härteste der bisher 4 Auflagen war.

Alle Teilnehmer waren happy – ich als Frontmann dankte  im Namen alle Vespisti Franz Schmalzl und Nicole Egger für die tolle Organisation und die spannende Streckenplanung.

2021 steht die PRE RE IIIII an, die in Garmisch-Partenkirchen gestartet wird. Wieder 50 mutige und etwas „verrückte“ Vespisti gehen zur 5. Auflage an den Start.

PRE RE IIII Fakten:
390 km (400 km) – 9 (10) Pässe – 3 (4) Länder (A, CH, FL, (IT)) – ca. 9.398 m Anstieg –& 9.671 m Abstieg – 11 Stunden 30 Minuten Tourdauer

52 Teilnehmer aus 5 Ländern (A, D, I, H und CH), davon stiegen 3 während der Tour aus, 2 mussten mit Defekt aufgeben.

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