The Alp Days 2019

JustRide in Zell am See, 13.-16.06.2019

Familien-Treffen mit tollen Touren, Kurven-Genuss in atemberaubender Bergwelt

Zum 10. Mal fanden die Alp Days in Zell am See statt, zu den wieder rund 1.500 Vespisti vom 13.-16.06.2019 zum jährlichen Vespa Familien-Treffen kamen. Man kann sagen, was man will: The Alp Days in Zell am See ist das Treffen der Vespa Szene in Europa. JustRide it war dieses Mal mit dem APE Stand nicht nur dabei, sondern mitten drin in der Vespa Fußgängerzone.

Irgendwie lag aber Wehmut über der Veranstaltung, da Franz Schmalzl vorab die 10. Alp Days als die Letzten bezeichnet hatte. Aber um es vorweg zu nehmen: The Show oder Party goes on – nach „Folterung“ durch Ungewissheit bis zum Sonntag Vormittag kam dann die Erlösung: Franz kündigte vom 2. – 9.6.2020 die 11. Alp Days an. Die Auflagen und veränderten Rahmenbedingungen für eine solche Großveranstaltung ließen ihn lange überlegen, bis er und Nicole sich nach dem Herzen entschlossen, eine neue Ära der Alp Days 2020 in Angriff zu nehmen.

„Wir haben Wetter“, sagte der Franz bei der Eröffnung, und Petrus war extrem gnädig über die kompletten 4 Tage. Traumhafte Bedingungen über dem Tauernkamm und See machten die professionell geführten Touren zum Genuss, wie jedes Jahr abgesichert und geguidet von unzähligen Helfern und Unterstützern. Hier merkt man einfach das Jahrzehnt an Erfahrung und die Leidenschaft, die hinter dieser (Groß-) Veranstaltung steckt.

Auch das freundliche Miteinander von Nationen und Fraktionen (Automaten vs. Schalter) zeichnet The Alp Days aus. Sicher auch einer der Gründe, warum sich so viele Vespisti jährlich aus nah und fern nach Zell am See aufmachen. Jeder ist willkommen, jeder fühlt sich wohl, irgendwie kennt jeder jeden, und wenn nicht direkt, dann über einen anderen Vespisti.
„Wir sind die Vespa-Familie“ sagt der Franz, und so ist es dann auch.

Nach der Hasenjagd und dem abendlichen Pyjama Ride-out am Donnerstag, ging es am Freitag hoch hinauf zur Mooserboden Sperre auf über 2.000 m Seehöhe. Eine Herausforderung an historisches Material und kleine Zylinder, bei so manchem auch an das Fahrkönnen, um auf kleinen Rädern über Schotterpisten die Sperre zu erreichen.
Hoch oben waren noch Schneeschneereste, so auch vor dem längsten gewundenen Staumauer Europas. Im Stausee selbst schwammt noch das Eis des letzten schneereichen Winters – und beim atemberaubenden Blick über den See und hinauf zum Kapruner Gletschergebiet war alles noch komplett weiß. Ein Erlebnis, dass man erlebt haben muss, ob mit oder ohne Vespa. Traurig allerdings, wie so mach Vespisti sich in der Natur verhält und seine Abfälle entsorgt.

Der Samstag ist traditionell dem Großglockner gewidmet, mit 3.798 m der höchste Berg Österreichs. Das Fuscher Törl, Hochtor und die Franz-Josefs-Höhe gehören zu den Highlights und MUSTs jeden Bergfahrers und Prüfstein des Vespista. Das Wetter blieb uns gesonnen, wenn auch am Morgen noch etwas stürmischer Wind allen ins Gesicht blies. Unfallfrei, mit Leckerer Gulaschsuppe und voller Eindrücke tauchten alle Vespisti wieder in die Hitze des Tales, um am Abend mit Live-Musik, kühlen Getränken und guter Laune den Samstag zu beschließen.

Bevor am Sonntag Vormittag noch die Runde um den See und der Abschluss anstand, war ich dann schon wieder heimwärts mit Hänger und Ape unterwegs.

Toll wars wieder. Die Bergwelt, der Ort, die Touren, die Menschen, die Geselligkeit & Kameradschaft, die familiäre Atmosphäre … Ganz leiben Dank an Franz & Nicole für die tolle, leidenschaftliche und wieder super Organisation – aber auch für den Mut, Kraft und Willen, die 11. Alp Days 2020 auf die Beine.

Danke aber auch allen Vespisti, die am JustRide APE Stand bei mir waren und sich mit JustRide Tshirts, Stickern, Patches ausgestattet haben. Viel Spaß & Freunde damit.

Bis zum nächsten Jahr – See you 2020.

PRE RE IIII – Lech am Arlberg 2019

PRE RE IIII – Die härteste Scooter Nachtrallye der Welt

390 Alpen-Kilometer durch 3 / 4 Länder bei Regen, Nebel & Schnee

Sonntag, 6. Oktober 2019, war es wieder soweit. Die 4. Auflage der so genannten „PRE RE“ – die härteste Scooter Nachtrallye der Welt – fand in den Alpen mit Start und Ziel in Lech am Arlberg statt. Nach Zell am See (2013), Sölden (2015), Lienz (2017) trafen sich nun in Lech 52 Vespisti aus 5 Ländern, um die von Franz Schmalzl (Zell am See / Österreich) geplanten 390 Alpenkilometer über 9 Pässe zu bewältigen.

Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns  „unerschrockenen“ Vespisti. Bei strömenden Regen und rund 5 Grad Celsius wurde pünktlich um Mitternacht am Rüfiplatz in Lech am Arlberg die PRE RE IIII gestartet.

Durch den Ausfall des eigentlichen Frontman Thomas G., der leider auf der Anfahrt im starken Regen gestürzt ist, durfte ich diese Aufgabe übernehmen. Zum Glück kannte ich einzelne Streckenabschnitte, hatte auch Franz bei der Planung etwas unterstützt.

Zunächst ging es nach Warth und das Lechtal hinunter – um dann den ersten Pass in Angriff zu nehmen – den Hahntennjoch (1.894 m). Nach einer Stärkung kurz vor Passhöhe mit kräftiger Suppe und heißem Tee fuhren alle Vespisti (außer 2 Personen, die lieber die Rückkehr antraten) durch starken Nebel nach Imst hinunter und weiter über schmale Straßen der Piller Höhe (1.600 m).
Im Tal bei Prutz führte die Strecke über die Reschenstraße und dem Finstermünzpass (1.388 m) nach Nauders wieder hinauf, wo nach rund 135 Kilometern um 3.30 Uhr der nächste Pausenstopp wartete.

Da Italien nicht weit, machte ich mich statt Pause auf nach Italien und die Reschen-Passhöhe (1.455 m) , die ich nach 5 km erreichte. Auch eine weitere Tankstelle, die aber wie in Nauders auch geschlossen hatte..

Alle zusammen ging es weiter um 4:00 Uhr – angeführt von mir mir als Frontmann und Franz Schmalzl – über die Norbertshöhe (1.405 m) in die Schweiz, rund 50 Kilometer durch das Inn-Tal im Unterengadin vorbei an dem Skiort Scuol.

Nach dem ersehnten Tankstopp in Susch wurde gegen 5:30 Uhr der Flüelapass (2.383 m) mit 27 Kilometern Länge und 17 Kehren in Angriff genommen. Der höchste Punkt des PRE RE IIII forderte alle Fahrer mit Schneetreiben und teilweise schneebedeckter Straße auf der Passhöhe so richtig heraus. Der Schneepflug kam uns auf der Strecke zum Glück entgegen.

Nach Davos und dem Wolfgangpass (1.631 m), führte die Strecke in der einsetzenden Dämmerung weiter talabwärts über Klosters bis Landquart.

Kurz vor Lichtenstein verließen mich kurz meine Navigations- und Orientieruungssinne – klappte es die ganze Nacht OHNE Naviagtionssystem – musste ich dies nun anmachen und über einem Miniumweg auf den Strecke zurück führen.
Durch das vielen in den Spiegel schauen, um die Gruppe durch viele Ortschaften mit Ampeln zu führen, verpasste ich in einer Ortschaft die kleine Abfahrt.

Nach der Durchfahrt von Lichtenstein – Land Nr. 3 bzw. 4 der Tour – und Vaduz gab es einen Wärmestopp in Rankweil. Hier warteten einige Vespa- und Rad-Begeisterte mit selbstgemachtem Frühstück auf die PRE RE Fahrer, bevor es über das Furkajoch (1.870 m) und auf die Passhöhe des Faschinapasses (1.486 m) zum letzten Pausenstopp ging.

Die letzte Etappe führte hinab nach Schoppernau und über Schröcken und den Hochtannenberg-Pass (1.675 m) nach Warth. Nach 11:30 Stunden und einer anstrengenden, von viel Regen und auch etwas Schnee mit tiefen Nachttemperaturen geprägten Tour empfing eine Vielzahl an jubelnden Vespa-Fans die Teilnehmer am Rüfiplatz in Lech am späten Vormittag zurück. Auch die Sonne begrüßte die letztlich 47 Vespisiti (3 Fahrer stiegen während der Fahrt aus, 2 mussten mit Defekt aufgeben).

Bei der anschließenden Prämierung wurden alle Teilnehmer geehrt. Jeder, der die 390 Kilometer über Pässe und Sättel geschafft hatte, konnte sich als Gewinner fühlen.

Franz Schmalzl war sehr froh, dass alle Teilnehmer heil bei der vierten PRE RE im Ziel angekommen sind. Er betonte, dass angesichts der Wetterbedingungen und der langen Distanz diese PRE RE die mit Abstand härteste der bisher 4 Auflagen war.

Alle Teilnehmer waren happy – ich als Frontmann dankte  im Namen alle Vespisti Franz Schmalzl und Nicole Egger für die tolle Organisation und die spannende Streckenplanung.

2021 steht die PRE RE IIIII an, die in Garmisch-Partenkirchen gestartet wird. Wieder 50 mutige und etwas „verrückte“ Vespisti gehen zur 5. Auflage an den Start.

PRE RE IIII Fakten:
390 km (400 km) – 9 (10) Pässe – 3 (4) Länder (A, CH, FL, (IT)) – ca. 9.398 m Anstieg –& 9.671 m Abstieg – 11 Stunden 30 Minuten Tourdauer

52 Teilnehmer aus 5 Ländern (A, D, I, H und CH), davon stiegen 3 während der Tour aus, 2 mussten mit Defekt aufgeben.

GIRO VESPISTICO DELLE ALPI – RSC 2019

1.000 km in 3 Etappen durch die Ostalpen

Die Legende startet neu – GIRO VESPISTICO DELLE ALPI RSC 2019

 Auf den Spuren des ersten Giro Vespistico delle Alpi 2012 wurden in drei, statt fünf Tagen 2012, über 1.000 km alle wichtigen Highlights der Giro Strecke 2012 abgefahren. Darunter die Großglockner Hochalpenstraße, Cortina d’ Ampezzo, Panoramica delle Vette, Kranjska Gora, Mangart- und Vrsic-Sattel, Nockalm Höhenstraße, Roßfeld Panoramastraße, Kitzbühel …  Wie 2012 war Start und Ziel in Zell am See – der Wiege des Giro Vespistico delle Alpi.

 

Viele Vespisti hatten Franz Schmalzl und Nicole Egger stets auf eine Wiederholung des ersten Giro 2012 angesprochen – so startete vom 6.-8. September 2019 die Erstauflage des RSC Giro 2019 (RELOADED SHORT CUT).

 

Die Erstauflage des RSC 2019 war eine Rallye mit besonderen Herausforderungen:
Rund 1.000 km über 17 bzw. 18 Alpen-Pässen oder Höhenstraßen, rund 19.000 Höhenmeter, dazu Regen, Schnee und nur wenigen trockenen Stunden innerhalb der 3 Tage.

50 Vespisti aus 5 Ländern mit überwiegend „Blech- und Schalt-Vespen“ kamen nach Zell am See und nahmen die Herausforderung an – letztlich 6 „harte“ Vespisti fuhren die gesamte, vorgegebene Strecke trotz am Ende widrigster Bedingungen.

Etappe 1: Zell am See (Österreich) – Arta Terme (Italien)

Nach Check-in und gemütlichem Beisammensein am Donnerstagabend, fiel der Startschuss zur 1. Etappe am Freitagmorgen bei Nieselregen um Punkt 9.00h. Die 1. Etappe führte über rund 362 km von Zell am See nach, Lienz, Antholz, Toblach, Cortina d’Ampezzo bis nach Arta Terme, Region Friaul-Julisch Venetien (Italien).

Die Großglockner Hochalpenstraße wurde gerade pünktlich für die ersten Vespisti geöffnet, die Mautstelle warnte vor Schnee, Schneematsch und Glätte im oberen Bereich. Gleich auf den ersten 40 km wartete daher eine erste Herausforderung für die Giroristi. Vor dem Fucher Törle (2.394 m) und später Hochtor (2.505 m – höchster Punkt des Giros) waren die Wiesen schneeweiß und bei 0°C waren die Straßen und 57 Kehren sehr glitschig. Auf der Passhöhe des Staller Sattel (2.052 m) erreichten die Vespisti Italien – bei weiter tiefenhängenden Wolken und Regen führte die Route hinter Toblach über den Col Sant Angelo (1.757 m) nach Cortina d‘ Ampezzo und wieder hinauf über den Passo Tre Croci (1.805 m) mit dessen 16 Kehren. Die Straßen waren extrem rutschig und einige Vespisti – auch Motorradfahrer – hatten leider Bodenkontakt, zum Glück nur mit leichten Schäden.

Nach den Dolomiten ging es über Auronzo di Cadore immer weiter östlich in schmalen und kurvenreichen Tälern nach Tualis. Hier folgte einer der Höhepunkte des RSC Giro 2019: die Alpenhöhenstraße Panoramica delle Vette (1.967 m).

2011 sollte der Giro d’Italia diese Höhenstraße befahren – aber am Tag vor der Überfahrt durch Fahrerstreik wegen großer Sicherheitsbedenken abgesagt!

Damit genau die richtige Herausforderung für die Giro Vespisti, diese anspruchsvolle Höhenstraße (ca. 33 km, Steigung 12-18%) mit eindrucksvoller Sicht auf die umliegende Bergwelt zu fahren –teilweise in der bereits einsetzenden Dämmerung. An der Südflanke des Monte Crostis (2.251 m) im Wald bis zur Malga Chiadinis hinauf, führt die Strecke am Piz di Mede (2.049 m) und den Gipfel des Monte Valsecca (1.967 m) vorbei, auf fast 3 km auf groben Schotter entlang steiler Abhänge.

Am Abend und bereits bei Dunkelheit erreichten fast alle Vespisti nach den letzten 13 km im Tal das erste Etappenziel Arta Terme, inmitten der Region Friaul-Julisch Venetien (Italien). Leider musste 2 Vespisti mit Defekten aufgeben.

(Etappen-Fakten: ca. 362 km, 5 Pässe, ca. 7.300 Höhenmeter)

Etappe 2: Arta Terme (Italien) – Bad Kleinkirchheim

Bei Sonnenschein starteten 48 Vespisti Richtung Slowenien auf die mit 250 km geplante Route über 6 bzw. 7 Pässe (2 Vespisti mussten mit Defekten aufgeben) von Arta Terme nach Kranjska Gora / Slowenien und dem Etappenziel Bad Kleinkirchheim in Österreich.

Von Tolmezzo bis Chiusaforte (ca. 37 km) führte die Strecke im Tal, bevor von einigen Vespisti auch der Neveasattel mit insgesamt 12 tollen Kehren und einer Passhöhe von 1.195 m Höhe befahren wurde.

Mit dem Predilpass (1.156 m) wurde die Grenze von Italien nach Slowenien überquert. Der zweit-höchste Giro-Punkt, der Mangartsattel (2.046 m) folgte. Die höchste Straße Sloweniens (Mautstraße) schlängelt sich auf schmaler Straße über 12 km bei teilweise 22% Steigung, 17 Kehren und durch 5 Tunnel in wunderschöner Landschaft nach oben. Dank der Wolkenfelder ergaben sich eindrucksvolle Gebirgsbilder.

Auf dem Weg in den Skiort Kranjska Gora stand der Vrsic-Sattel (1.611 m) auf dem Plan – 7 Kehren hinauf und 24 teilweise gepflasterte Kehren hinunter – bei Regen besonders rutschig und damit gefährlich.

Von Kranjska Gora folgten rund 90 km über den Wurzenpass (1.073 m), Bad Bleiberg und Villach bis zum Skiort Bad Kleinkirchheim über kleinere Bergkämme und Hügel, so dass alle sich auf das warme Hotel freuten. (Etappen-Fakten: ca. 243 km, 7 Pässe, ca. 4.900 Höhenmeter)

Etappe 3: Bad Kleinkirchheim – Zell am See

Die dritte und letzte Etappe führte rund 360 km mit 5 Pässen von Bad Kleinkirchheim, Obertauern, Berchtesgaden, Reit im Winkel, Kitzbühel bis in den Zielort Zell am See – bei deutlich kälteren Temperaturen und Regen ab Mittag.

Ein kalter Wind blies bei der Durch- und Überfahrt der Nockalm Höhenstraße (Maut) – insbesondere auf dem höchsten Punkt, der Eisentalhöhe (2.049 m). Auf 35 km mit den 52 Kehren schlängelt sich die Strecke um Kuppen, über Höhen und durch Senken in schönster Berglandschaft (Biosphären Park) bis Innerkrems.

Ab Innerkrems ging es weiter über den Schönfeld Sattel (1.740 m) und auf rund 20 km herrlicher Strecke mit leichten Kurven ins Tal nach St. Margarethen im Lungau.

Noch über den schneefreien Tauernpass (1.738  m) und Hochtauern, was sich am späten Abend änderte, führte die Giro Route weiter durch Täler und über einzelne kleinere Bergkämme, mit einem kleinen Schlenker ins Lammertal und Richtung Salzburg. Oberhalb von Hallein wurde das Berchtesgadener Land und Deutschland als 4. Land des RSC Giro 2019 erreicht. Bei Nebel, Nieselregen und Kälte zeigte sich die eigentlich sehenswerte Roßfeld Panoramastraße, von der es bergab nach Berchtesgaden und weiter Richtung Inzell, vorbei an der berühmten Chiemsee Biathlon Arena von Ruhpolding, bis nach Reit im Winkel gefahren wurde.

Die meisten kürzten angesichts des widrigen Wetters diesen Teil der Strecke ab – eine Gruppe von 6 unerschrockenen Vespisti hakten auch diesen Streckenabschnitt im Roadbook ab und fuhren über Kitzbühel und dem Pass Thurn (1.274 m) diese letzten 88 km bis Zell am See – immer wieder mit Blick auf mittlerweile schneebedeckte Berggipfel.

(Etappen-Fakten: ca. 369 km, 7 Pässe, rund 6.750 Höhenmeter)

Glücklich, zufrieden, aber auch etwas müde und frierend erreichten die Vespisti (5 im Besenwagen) – nach rund 1.000 unfallfreien Kilometern, 18 Pässen, rund 19.000 Höhenmetern das Ziel in Zell am See.

Auch der „Short Track“ des „großen Giro“ (ursprünglich 1.200 km in fünf Tagen) war ein großartiges Vespa Erlebnis. Durch das schlechte Wetter war es für Fahrer und Maschine eine besondere – für mich spannende – Herausforderung, 1.000 km in 3 Tagen durch die Alpen zu fahren.

Ganz lieben Dank für die Idee, die tolle Organisation und Betreuung an Franz Schmalzl & Nicole Egger. Auf die 2. Auflage des RSC Giro in 2021!

Grand Alberg Scootering 2019

Grand Arlberg Scootering 2019

JustRide Curves – beim höchstgelegene Vespa Treffen Europas in Lech am Arlberg (22.-25.08.2019)

In Lech am Arlberg fand vom 22.-25. August 2019 das 2. Grand Arlberg Scootering Event statt – das mit 1.450 Höhenmetern höchstgelegene Vespa Treffen Europas. Über 200 begeisterte Vespisti aus acht Nationen (Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Portugal, Italien, Liechtenstein) genossen die kurvenreichen Pässe und Strecken rund um den Arlberg bei herrlichem Bergwetter.

Traditionell wurde das Treffen von Franz Schmalzl und Nicole Egger auf der am Hang oberhalb von Lech liegenden Rud-Alpe eröffnet. Direkt danach konnte man sich erstmals direkt zum Aufwärmen mit einer rund 70 Kilometer langen „Sport Tour“ in die ersten Kurven über 3 Pässe stürzen. Franzls-Extra-Tour führte über Warth und den Hochtannenberg-Pass (1.675 m) auf das Faschina-Joch (1.486 m). Zurück führte die Strecke über Bludenz, durch das Klostertal und über den Flexenpass (1.773 m) nach Zürs und Lech / Arlberg.

Freitag
Am Freitag ging es durch das liebliche Lechtal zum Hahntennjoch (1.676 m). Nach der Hälfte (Gesamtlänge 34 km) des sehr kurvenreichen und landschaftlich atemberaubenden Passes – insbesondere die Abfahrt hinab nach Imst – gab es eine Mittagsrast beim Gasthof zur Gemütlichkeit in Bschlabs. Diese wurde bei herrlichem Sonnenschein auch genutzt, um einzelne Fahrprüfungen der Arlberg Trophy abzunehmen. Danach war Kurvengenuss angesagt – erst noch etwas hinauf und ab Passhöhe teilweise eng an Felswänden hinab nach Imst.
Die Strecke durch das Inn-Tal nach St. Anton und dem Arlberg konnte zügig gefahren werden, bevor abschließend zwei Pässe warteten. Über den Arlbergpass (1.793 m) mit Passhöhe in St. Christoph und dem Flexenpass (1.773 m) mit langer Galerie- und Tunnelpassage kamen alle wieder nach Lech zurück.

Am Abend eröffnete der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel offiziell die Veranstaltung in der „Postgarage“ und bei Live Band und genügend „Sprit“ wurden bis Mitternacht Benzingespräche geführt.

Samstag
Am Samstag wartete auf die rund 200 Vespisti dann das fast schon traditionelle Highlight – die klassische Silvretta Runde mit der legendären Silvretta Hochalpenstraße (26 km). Wurde durch das Klostertal bis Bludenz und hinein ins Montafon noch gemütlich gefahren, so „qualmten“ die Reifen ab der Mautstelle bei 32 Kehren und rund 15 Kilometern bis zum Silvretta-Stausee und der Bieler Höhe auf 2.036 m Höhe. Wer Kurven liebt, der kommt hier voll auf seine Kosten. Suchtgefahr!

Im Restaurant Piz Buin wurde bei Wiener Schnitzel klassisch die Mittagsrast abgehalten, bevor es dann durch das Paznauntal und erneut St. Anton, dem Arlbergpass und dem Flexenpass wieder auf den „Berg“ nach Lech in 1.450 Höhenmeter ging.

Abends sorgte der Radio-Moderators Henrik vom Tiroler Radiosender U1 für die richtige „Aprés Vespa Stimmung“, in der auch die Sieger der parallellaufenden Arlberg Trophy geehrt wurden.

Sonntag
Am Sonntag gab es noch die Abschlussrunde zum Dorffest nach Zug, mit einer Fahrer- und Rollersegnung, bevor dann alle Vespisti auf „Achse“ oder die Vespas verladen abreisten.

Ein traumhaftes Kurven-Wochenende in familiärer Stimmung und herrlicher Bergwelt, großer Dank an Franz Schmalzl und Nicole Egger für die tolle Organisation.

An- und Abreise auf “eigener Achse”.
Anreise erfolgte am Donnerstag Vormittag über den Schwarzwald und entlang des nördlichen Bodensees über Friedrichshafen und Bregenz. In Dornbirn ging es dann in die Berge. Über Bödele Losenpass (1.140 m) und weiter nach Schröcken führte die Strecke über Hochtannenberg-Pass (1.675 m) nach Warth, um dann die herrlichen Kurven nach Lech zu fahren.

Die Rückreise am Sonntag begann schon früh (noch vor der Streckensperrung anlässlich eines Triathlons) – aber natürlich nicht über den direkten Weg. Über Warth, den Hochtannenberg-Pass (1.675 m) hinauf auf das Faschina-Joch (1.486 m). Mit herrlichem Blick von der Passhöhe des Furkajoch (m) verließ ich im Tal die Österreichischen Alpen, um über das Appenzeller Land, St. Gallen und Kreuzlingen in der Schweiz zurück nach Deutschland zu fahren. Nach rund 270 km waren 4 tolle Vespa Tage sicher und bei bestem Wetter zu Ende.

Ich freue mich schon auf 2020. Denn schon einmal vormerken: Das 3. Grand Arlberg Scootering findet vom 26.-30. August 2020 in Lech am Arlberg statt.

AlpCross 2019

JustAlpCross 2019

„Vater-Sohn-Vespa-AlpCross-Tour“ – Ötztal-Trentino-Runde

Wenn der Vater mit dem Sohne auf einer PX 200 (Baujahr 1983) für 3 Tage auf Tour geht.

Etappe 1:

Am Mittag ging es los – von Haiming ins Ötztal und hinauf zum Timmelsjoch-Pass. Bester Sonnenschein, aber Gewitterwolken ringsum. Anfangs ging es gemächlich hinauf – erst hinter Sölden wurde die Straße steiler, ab Obergurgl folgten dann auch einige Kehren bis zum Motorradmuseum und der Mautstelle. Nach 55 km und kurzer Foto- und Trinkpause ging es weiter zur Passhöhe. Nur noch ganz wenige Schneereste waren an der Straße zu sehen, nachdem der Pass wegen des vielen Schnees doch erst Mitte Juni geöffnet wurde!

Herrlich führte die Strecke durch das lange Tal auf die Passhöhe, die mit 2.509 m Höhe der 7. höchste Alpenpass ist. Zugleich befindet sich hier die Grenze Österreich – Italien.
Wir genossen den tollen Ausblick in die Bergwelt und nach Italien – und stürzen uns nach kurzer Besichtigung des Museums ins Tal nach St. Leonhard in Passeier. Eine ganz andere Strecke erwartete uns – engere Straße, Tunnel, viele Kehren und lange, scharfe Kurven! Fahrfreude pur!

Ab St. Leonhard in Passeier führte uns die SS44 durch ein herrliches Tal mit Apfelplantagen und Wein nach Meran. Die Gewitterwolken waren verzogen, so dass wir noch den Gampen-Pass (1.518 m) nach Fondo/Trentino als Etappenziel in Angriff nahmen. Auch hier Fahrspaß pur auf dem Weg nach oben – dazu immer wieder ein toller Blick ins Tal. Auch die Fahrt hinunter nach Fondo machte Spaß – lange breite Kurven durch einen lichten Wald mit Blick ins Trentino.

Übernachtung im Hotel La Montanina/Malosco mit tollem Talblick – so dass wir bestens das abendliche Gewitter beobachten konnten.

Nach 165 km füllten wir unsere Reserven mit Pizza und Bierchen für den 2. Etappentag auf.

Strecke: Haiming – Sölden – Timmelsjoch – Pass St. Leonhard in Passeier – Meran – Gampenpass – Fondo/Malosco

Etappe 2:

Mit Sonnenschein starteten wir um 8:00 h Richtung Gavia-Pass – durch die schönen Apfelplantagen und über die tollen kurvenreichen Straßen am Lago di Santa Guistina vorbei. In Ossana dann Tankstop und Wetter-Check, denn es wurde in unserer Zielrichtung immer dunkler! Laut Wetter-Online hatte sich vom Gardasee (St. Moritz) bis Bormio eine riesige Gewitterfront gebildet, die natürlich auch über den Gavia-Pass mit 2.621 m Höhe hing.

Aber es blieb uns nichts anderes übrig – bis in den späten Nachmittag wollten wir nicht warten. Also fuhren wir noch über den Passo del Tonale (1.884 m) und zogen uns den Regenanzug an.

Auf dem Weg ins Tal nach Ponte di Legno war es noch trocken – aber es wurde immer dunkler. Unten im Tal angekommen, ging es dann steil hinauf, auf dem für viele wohl schönsten Alpen-Pass – dem Gavia-Pass. Die Straße war sehr steil und schmal – es braucht Ausweichstellen, damit sich Autos überholen können. Die ersten Kehren führten uns im Wald nach oben, bevor dann die Landschaft felsiger wurde und sich öffnete.

Genau in diesem Moment öffnete sich dann auch der Himmel und so begleiteten uns Regen, Donner und Blitze auf die Passhöhe. Aber wir waren nicht allein – Motorrad- und Radfahrer quälten sich trotz ungemütlichem Wetter, teilweise mit Bächen und Geröll auf der Straße nach oben. Es wurde merklich kühler – von Anfangs 25 Grad im Trentino hatte es nun auf Passhöhe unter 10 Grad. Trotz oder gerade wegen der schlechten Bedingungen freuten wir uns umso mehr, den 6. höchsten Alpenpass (2.621 m) mit unserer „alten“ PX erklommen zu haben. Mit Kaffee und bester Gulaschsuppe stärkten wir uns und hofften auf besseres Wetter.

Naja, es wurde besser, aber erst auf den letzten Metern der Abfahrt nach Santa Caterina trocken. Auf der Abfahrt wollte der Motor plötzlich nicht mehr – ging im 2. oder 3. Gang einfach aus (Benzin war genug da). Ein Tausch der Zündkerze (ich hatte noch die für Hitze kältere Version drin) behob sofort das Problem und wir kamen zügig in Bormio, unserem Etappenziel an.

Da wir noch nicht genug von Kurven hatten und nun sogar die Sonne schien, nahmen wir die in der Nähe Bormios liegenden Torri di Fraele in Angriff. Kurvenfahren pur – nach einigen Kilometern führten dann 18 Kehren und 2 Tunnel hinauf zum Turm, mit tollem Blick ins Tal von Bormio und einem Stausee (kostet jedoch sog. „Parkplatz“ Gebühren, um dort hinzukommen). Die Strecke ist recht breit gebaut, da hier wohl die Baufahrzeuge für den Bau der Staumauer hochfuhren.

Nachdem wir uns wieder die Kehren hinunter geschwungen hatten, freuten wir uns nach 172 km auf Bormio – einen Spaziergang durch die schöne Stadt, ein leckeres Gelato, ein leckeres Bier in der Sonne – und später Pasta, Pizza … :-)

Strecke: Fondo – Ossana – Passo de Tonale (1.884 m) – Ponte di Legno – Gavia-Pass (2.621 m) – Bormio – Torre di Fraele – Bormio

Etappe 3:

Schon früh um 7:20 h starteten wir in Bormio, um den Pass der Pässe – dem Stilfserjoch-Pass – zu erklimmen. Je früher man hier fährt, desto mehr kann man die Strecke „alleine“ genießen und von Bormio aus dem Sonnen-Aufgang entgegenfahren. Einfach herrlich, die Kurven, Tunnel – die gesamte Landschaft… auch die Murmeltiere, die einem immer wieder über den Weg laufen.

Wir machten noch einen kurzen Abstecher in die Schweiz – und nahmen dann den Umbrail-Pass.

Das obligatorische Foto am Passschild  musste natürlich gemacht werden. Wir genossen den morgendlichen Blick – auf dem Pass, hinab nach Prad – an einer etwas abgelegeneren Stelle. Es zogen noch einige Wolkenschwaden über dem Pass nach oben, was den Anblick der Kehren noch mystischer machte.

Nach einem netten Gespräch mit einem Fotografen der ortansässigen Zeitung, der später ein tolles Foto mit seinem großen Objektiv von uns in einer der Kehren machte, fuhren wir hinab in den Vinschgau und ab Stilfs nördlich Richtungen Reschensee und Reschenpass (1.504 m). Nachdem die Straße hoch zum Stilfserjoch noch leer war, schlängelten sich die Radfahrer, Motorräder und Autos nun uns entgegen nach oben – was teilweise auch für uns durch die Überholmanöver nicht ungefährlich war.

Auch die Transitstrecke des Reschenpass war stark befahren. Nach dem obligatorischen Foto vor der im See stehenden Kirche, ging es über den Reschen-Passhöhe und zurück nach Österreich – das letzte Teilstück unserer Tour zurück ins Ötztal folgte.

Um bei Zoll (vor Landeck) den mautpflichtigen Landecker Tunnel zu umfahren, fuhren wir unseren letzten Pass: vom Zoll hinüber ins Pitztal nach Wenns. Herrliche Kehren nahezu alleine durch den Wald hinauf und auch wieder hinunter. In Königskapelle im Tal angekommen, bogen wir auf die Tiroler Straße (171) ab und düsten die letzten Kilometer der insgesamt 149 km zurück am Inn entlang zu unserem Ausgangpunkt nach Haiming zurück.

So endete unsere „Vater-Sohn-Vespa-AlpCross-Tour“ nach insgesamt 486 km durch 3 Länder mit 3 der 7 höchsten Alpenpässen bzw. mit dem Umbrailpass 4 der 9 höchsten Alpenpässen.

Strecke: Bormio – Stilfserjoch-Pass – Umbrail-Pass (Abstecher zur Passhöhe) – Stilfs – Reschensee/Reschenpass – Zoll – Wenns – Haiming

Tour-Fakten:

Gesamtstrecke: 486 km

Pässe: 8 Pässe, darunter Timmelsjoch-Pass (2.509 m), Gampen-Pass (1.518 m), Passo del Tonale (1.884 m), Gavia-Pass (2.621 m), Stilfserjoch-Pass (2.758 m), Reschenpass (1.504 m)

Vespa: PX 200 / Baujahr 1983

100 km nel Chianti / VC Val d‘Elsa (IT)

„100 km nel Chianti“

Vespa Event des Vespa Club Val d‘Elsa / Toskana (IT)

Um 9:00h schickte Giuseppe Cau (Vespa Renn-Ikone) die rund 250 Vespisti auf die circa 100km – 113km lange Runde im Chianti Gebiet.

Nach Langsamfahrt-Wettbewerb und Foto ging’s von Poggibonsi über Val d‘Elsa in die Berge nach Marmoraira. Hier gab es Frühstück beim Präsidenten des Vespa Clubs – lauter toskanische Leckereien mit frisch gebackenem Kuchen…

Danach führte die Route – erst einen Teil auf gleicher Strecke – zurück den Berg hinunter, danach westlich über Casole Val d‘ Elsa über die Hügel und durch die vielen Getreidefelder nach Volterra. Hier war teilweise herrliches Kurven schwingen angesagt – die Hügel hoch & runter… Ein wahrer Traum, zumal es eher Nebenstraßen waren – mit wenig Verkehr.

In Volterra hatten wir dann die Ehre durch die Gassen des Stadtkerns fahren zu dürfen (über die holprigen Steine aus der Zeit der Etrusker) bevor wir alle zum zweiten Stop auf der berühmten Piazza dei Priori 156048 Volterra parkten und uns bei rund 40 Grad erfrischten.

Danach begann die letzte Etappe der „100km nel Chianti“, wieder durch die hügelige Landschaft nach San Gimignano. Einmal rundherum und abwärts rollerten wir zurück nach Poggibonsi – zum Ziel in der Innenstadt: das Restaurant da Alice in dem das Finale stattfand (Wein, Pasta, Reden, Ehrungen…).

E’stato fantastico Vespa Club Val d’Elsa!
Mille Grazie per il grande tour, il delizioso cibo, la vostra ospitalità – l’organizzazione di questo bellissimo festival vespa…

Grazie, Giuseppe Cau. E’stato bello rivederti. Grazie mille per aver parlato di vespa. Divertiti con il pac „Life is a beautiful Ride“.
Grazie mille a Franco S. per il suo sostegno e questa bellissima area di Chianti.
Spero che ci incontreremo di nuovo… forse l’anno prossimo – 2020.

GTS Swiss Pässe Tour Meet & Greet

Season Opening über Pässe zum Treffen in Buchs und Kreuzlingen
(24.-26.06.2019)

Endlich ging es wieder los – und da ich meinen Sohn als Sozius dabei hatte, erstmals mit der GTS 300 Yacht Club.

Warm-up & Rock the Oberalbpass – bis nach Sedrun (Schweiz)

Um gleich nach Freiburg in Schwung zu kommen, fuhren wir über den Notschrei-Pass (1.221m) in freudiger Erwartung auf die kommenden beiden Tage. Über das Wiesental ging’s bergab, in Rheinfelden über die Grenze und weiter durch den hügeligen Aargau. Vorbei am Zuger See und Schwyz stachen wir hinter dem Vierwaldstätter See in die Alpenwelt ein.

Ab Göschenen schlängelten wir uns die Gotthardstraße in Serpentinen hinauf, vorbei an der Teufelsbrücke nach Andermatt. Da es schon recht „spät“ war – 18:30h, konnten wir den anstehenden Oberalppass (2.046 m) so richtig mit der GTS genießen. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee türmte sich am Straßenrand auf.

Eindrucksvoll war dann die Pässhöhe – bei fast Menschenleere und einem eisigen Wind. Das Passschild versteckte sich im meterhohen Schnee der Leuchtturm schaute nur mit dem oberen Teil heraus. Nach kurzem Fotoshooting gings dann die Serpentinen hinunter in das Rheintal – mit der Begegnung des Glacier Express. Nach gut 241 km und 5 ½ Stunden war Sedrun dann unser Tagesziel.

Auf dem Lukmanier und ab zum Vespa Treffen in Buchs

Um 9:30h starten wir bei wolkigem Wetter und genossen die sich nur leicht schlängelnde und leere Passstraße. Man konnte mit der GTS die Kurven und lange Gerade so richtig ausfahren. Nach dem Stausee und Tunnel erreichten wir dann die Lukmanier-Passhöhe (1.914 m). Nach netter Unterhaltung mit einer Motorrad Gruppe aus Venezuela, gemeinsamer Fotos, fuhren wir dann zurück nach Disentis, um das Rheintal weiter Flussabwärts bis nach Chur zu fahren. Von Chur fuhren wir weiter über Lichtenstein und Vaduz direkt nach Buchs zum Vespa Treffen der VespaDeluxe Vespisti. Am späten Nachmittag fielen wir dann nach rund 188 km aufs Hotelbett in Dornbirn / Österreich.

Über Appenzell nach Kreuzlingen Tre Nazioni – und nach Freiburg

Am Morgen bei bestem Wetter machten wir noch einen Abstecher zur Rappenlochschlucht – bevor es von Dornbirn zurück über den Rhein in die Schweiz ging. Ab Hölzlisberg fuhren wir über eine kleine und echt tolle Passstraße – Suchtgefahr und absolut Wiederholungsbedürftig“ – ins Appenzeller Land. Kurzer Stop an der Schaukäserei in Stein – und weiter ging es über St. Gallen zum Tre Nazioni Vespa Treffen nach Kreuzlingen. Meet & Greet von sicher 800-1.000 Vespisti aus der Region beim üblichen Kaiserwetter.

Am Nachmittag starten wir dann auf den Heimweg – über Konstanz, Singen und Engen sowie Hinterzarten erreichten wir nach rund 230 km wieder Freiburg.

JustRide into the new Season

Knapp 660 km in 3 Tagen mit dem Oberalbpass (2.046 m) und dem Lukmanierpass (1.914 m), Meet & Greet vieler Freunde beim Treffen in Buchs und Kreuzlingen – erstmals auf der GTS 300 – machen Lust auf die anstehende Vespa Saison.

Giro Vespistico delle Alpi 2018

Giro Vespisti della Alpi 2018 

Haut vivent les Alpes françaises – 1.900 km durch die französchen Alpen

Vom 2. – 9. September 2018 trafen sich zur 4. Auflage des „Giro Vespisti della Alpi“ 50 Vespisti aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlanden und Großbritannien in den französischen Alpen. Start und Ziel der von Franz Schmalzl und Nicole Egger organisierten Rallye war dieses Mal Megève, unweit des Monte Blanc, dem höchsten Berg der Alpen. Vorab: Die 4. Auflage des Giro Vespisti della Alpi war eine Vespa Rallye der Superlative – „es war der härteste Giro bisher“, so Franz Schmalzl bei der späteren Siegerehrung. 50 Vespisti aus 5 Ländern starteten in Megève überwiegend auf Blech-Vespas der Baujahre 1952 – 1978 um die 4 der 5 höchsten Alpenpässe zu erklimmen. Dabei wurden in 6 Etappen rund 1.900 km mit über 64.000 Höhenmeter befahren – bei über 30° C Hitze und Blitz & Donner mit Zentimeter hohem Wasser auf der Straße. Neben den rund 41 Pässen (davon 15 Pässe über 2.000 m) und der höchsten asphaltierten Alpenstraße – dem Cime de la Bonette (2.802 m) – führte die Strecke auch entlang der Küste, der Grande Corniche & der Corniche Inferieure an der Cote d’Azur mit Nizza, St. Tropez und Monaco sowie der F1-Rennkurs in Les Castelles (Nähe Marseille) – zugleich westlichster Punkt der Rallye. Zudem wurden u.a. rund 250 Baguettes, 18.750 g französische Mini-Salami, 100 l Wasser, 250 Dosen RedBull, 250 Mini-Kuchen in Doggy Bags als Etappen-Nahrung verzehrt.

Etappe 1: Megève – Megève

Nach Check-in und gemütlichem Beisammensein am Sonntag, fiel der Startschuss zur 1. Etappe am Montagmorgen um Punkt 9.00 Uhr. Von Megève führte die Strecke zum Warmrollern zu einem Rundkurs über rund 290 km. Dabei standen 9 Pässe auf dem Programm.
Über Chamonix und am Mont Blanc vorbei, ging es über 2 Pässe in das Wallis und die Schweiz. Bei herrlichem Wetter stürzten sich die 50 Vespisti die Weinberge hinab ins Vallee du Rhône nach Martigny, um in Monthey wieder westlich in die französischen Berge zurückzukehren. Über Morzine und Cluses mit 4 Pässen führte die Strecke dann zum Col de la Colombière (1.613 m), dem berühmt berüchtigten Tour de France Berg. Über La Clusaz und die letzten beiden Pässe schloss sich die Runde in Megève am frühen Abend. (Etappen-Fakten: ca. 290 km, 9 Pässe, ca. 12.800 Höhenmeter, 9 Pässe)

Etappe 2: Megève – Sestriere

Bei herrlichem Sonnenwetter ging es nun tief in die französischen Hoch-Alpen und so warteten der Col d’Iseran (2.764 m) und der Col du Galibier (2.642 m), die Nr. 1 und Nr. 5 der höchsten Alpenpässen auf die Teilnehmer. Zum Aufwärmen nach Beaufort über den Col des Saisies (1.650 m), den Col du Meraillet (1.605 m), wurde zum malerischen Cormet de Roseland (1.967 m) gefahren – mit dem Stausee landschaftlich sicher einer der schönen Pässe der Alpen. Von Bourg St. Maurice führte der 42 km lange Anstieg über Val d’Isere danach zum höchsten Pass des Giro 2018 und der Nr. 1 der Alpenpässe – dem Col d’Iseran.

Weiter, nach langer Abfahrt und passieren von Bonneval-sur-Arc, eine der „Plus beaux villages de France“, führte die Strecke über den Col de la Madeleine (1.746 m) bis nach Saint-Michel-de-Maurienne. Ab hier ging es steil bergauf – über den Col du Telegraphe (1.566 m) und Valmorel, weiter zu einem weiteren historischen Tour de France Pass, dem Col du Galibier (2.646 m). Die letzten Serpentinen hinauf sind ein Genuss für jeden Kurvenliebhaber – genauso der Blick in beide Täler mit der sich schlängelnden Passstraße.

Über den Col du Lautret (2.058 m) folgten die Vespisti der D1091 immer bergab bis nach Briancon, ein Ort von Festungen umgeben. Der letzte Streckenabschnitt der 2. Etappe führte über – eine bereits zur Römerzeit wichtigen Verbindung – den Col de Montgenevre (1.854 m) nach Italien – und weiter über den Colle di Sestriere (2.035 m) zum Zielort Sestriere. Passend zur Rallye nächtigten wir im Olympischen Dorf der Winterspiele 2006. (Etappen-Fakten: ca. 325 km, 10 Pässe, ca. 14.500 Höhenmeter)

Etappe 3: Sestriere – Le Lauzet Ubaye

Von der Anzahl und den Namen der Pässe versprach die 3. Etappe mit rund 320 km eine eher gemütliche Etappe zu werden. Dies täuschte allerdings.
Nach dem Col de Montgenevre zurück nach Briancon und über den Col d’Izoard (2.360 m), schlängelten wir uns auf schmalen Straßen den Col d’Agnel hoch, der mit 2.748 m als Nr. 3 der höchsten Alpenpässe geführt wird und genau auf Passhöhe die Landesgrenze zwischen Frankreich und Italien innehat.
Von da an folgte sicher eines der fahrerischen Highlights des Giro 2018: die Route führte auf italienischer Seite auf ganz schmalen Straßen – teilweise auf Schotter und mit Löchern und Wellen übersät – durch eine in Nebelschwaden verhangene Berglandschaft. Der Col d’ Sampeyre (2.284 m), der Colle D‘Esischie (2.370 m) sowie der Colle Fauniera (2.481 m, Nr. 10 der höchsten Alpenpässe) standen auf dem Programm. Beide letztgenannten Pässe sind historische Berge des italienischen Radsports, mit Denkmälern von Fausto Coppi sowie Marco Pantani. So wie es hinauf ging, so schlängelte sich die Straße ins Tal nach Demonte wieder hinab. Auf der SS21 wurde dann über den Col de Larche (1.991 m) zurück nach Frankreich und Le Lauzet Ubaye auf rund 94 km ausgerollert. (Etappen-Fakten: ca. 320 km, 7 Pässe, rund 9.600 Höhenmeter)

Etappe 4: Le Lauzet Ubaye – Le Castellet

Schon früh wurde gestartet, da mittags in Le Castellet einer der Höhepunkte des Giro 2018 wartete: Der F1-Rennkurs Paul Riccard.
Die Strecke führte – je nach Streckenwahl – über 3 oder 6 kleinere Pässe, die von der Höhe und Schwierigkeit nichts mehr mit denen der Vortage zu tun hatten – Col St-Jean pres Lautaret (1.333 m), Col de Maure (1.346 m), Col du Labouret (1.240 m), optional Col de Labouret (1.240 m), Col de l‘Orme pres Chateauredon (742 m), Col de 4 Termes (574 m) – aus den alpinen Bergen hinaus.
Nach einer kurzen Tour durch die Gassen von Aix-en-Provence, führte die Route über die hügeligen Pinienwälder nach Le Castelles. Leider brach ein heftiges Gewitter über uns herein, doch Blitz & Donner hielt uns nicht auf.

Auf dem Paul Riccard Rennkurs konnte jeder dann die Beschleunigungs- und Bremsfähigkeit seiner Vespa testen. Nach Warm-up auf dem kleinen Rennkurs durften alle 50 Vespisti hinter dem Safety Car auf der Formel 1 Strecke abschließend einige Runde drehen. Müde und glücklich wurde im angrenzenden Grand Prix Hotel genächtigt. (Etappen-Fakten: ca. 280 km, 3 – 6 Pässe, ca. 4.800 Höhenmeter)

Etappe 5: Le Castellet – Jausier

Die kilometermäßige Königsetappe des Giro 2018 stand an. Daher war der Start erneut früh, um im Sonnenaufgang durch die hügelige Pinienwald-Landschaft zu „cruisen“ und später an der Küste der Cote d’Azur und an Teilen der Grande Corniche & Corniche Inferieure zu fahren.

Nacheinander eroberten die Vespisti Monaco und machten das obligatorische Foto vor dem Casino. Dies führte zu ständigen Staus und zu Aufregung bei den Ordnungshütern.

Nach rund 200 km an der Küste, führte die Etappe dann zurück in die französischen Alpen. Startend mit dem Col de Castillon (628 m) und dem Col d‘Erc (505 m), schnupperten alle Vespisti dann Rallye Monte Carlo Luft und fuhren – oder besser durchschwungen – auf den Spuren von Walter Röhrl die Kurven des berühmten Col de Turini (1.607 m).
Eindrucksvoll diese Pässe – viele enge Kurven an Felswänden entlang. Die volle Sucht nach Kurven und Leidenschaft jedes Vespisti wurde vollends erfüllt.
Über den Col St. Martin (1.500 m) und Saint-Étienne-de-Tinée führten die letzten 50 km hinauf zum höchsten Punkt des Giro 2018. Über den Col de Raspaillon (2.513 m) und den Col de la Bonette (2.715 m; 3. höchster Alpenpass) erklommen alle den in Wolkenschwaden verhangenen Crime de la Bonette (2.804 m; höchste asphaltiere Alpenstraße, aus den Zeiten Napoleons). Die letzten Kilometer ging es dann bergab nach Jausier – über den Col de Restefond (2.678 m). Begleitet durch einen atemberaubenden Sonnenuntergang erreichten alle das Nachtquartier in den Mauern eines alten Schlosses – dem Château des Magnans. (Etappen-Fakten: ca. 420 – 460 km, 7 Pässe, ca. 14.000 Höhenmeter)

Etappe 6: Jausier – Megève

Richtig erholsam führte die letzte Etappe des Giros über rund 280 km von Jausier über den Col de Vars (2.109 m) nach Risol, Briancon und über den langen Anstieg des Col du Lautret (2.058 m) zum legendären Col du Galibier (2.646 m), den der Giro zum 2. Mal in dieser Woche erreichte. Über den Col du Telegraphe (1.566 m) hinab führte die „vorgeschlagene“ Route dann von Saint-Michel-de-Maurienne ins Tal nach Albertville, der Olympiastadt von 1992. Ab hier stand der letzte Pass auf dem Programm – erneut der Col des Saisies (1.650 m), der nun von südlicher Seite befahren wurde und den Giro nach einigen Kilometern Abfahrt nach Megève beendete. (Etappen-Fakten: ca. 280 km, 5-6 Pässe, ca. 10.000 Höhenmeter)

Nach rund 1.900 unfallfreien Kilometern, rund 38 Pässen und über 64.000 Höhenmetern geht eine Vespa Rallye der Superlative zu Ende – alle 50 Vespisti kamen ins Ziel, leider zwei davon im Besenwagen (wegen Motorschaden bzw. gebrochener Bremstrommel). Es war großartiges Vespa Erlebnis. Der Giro 2020 ist kaum zu erwarten: dieses Mal geht es durch die Pyrenäen.

So verbleibt nur noch: Merci und ganz, ganz lieben Dank für die tolle Organisation – Franz Schmalzl & Nicole Egger. Grandios war es!

Zahlen und Fakten im Überblick – Giro 2018

Tag 1 / Etappe 1
Megève – Megève
286km
9 Pässe
Col de Montets 1461 m
Col de la Forclaz 1526 m
PAS de Morgins 1349 m
Col du Corbier 1230 m
Col de l‘Ancrenaz 1433 m extra
Col de la Ramaz 1619 m extra
Col de la Colombière 1613 m
Col de St.-Jean-Sixt 956 m
Col de Aravis 1486 m

Tag 2 / Etappe 2
Megève – Sestriere
325 km
10 Pässe
Col des Saisies 1.650 m
Col du Meraillet 1.605 m
Cormet de Roseland 1.967 m
Col de l‘Iseran 2.764 m
Col de la Madeleine 1.746 m
Col du Telegraphe 1.566 m
Col du Galibier 2.646 m
Col du Lautret 2.058 m
Col de Montgenevre 1.854 m
Colle di Sestriere 2.035 m

Tag 3 / Etappe 3
Sestriere – Le Lauzet Ubaye
321 km
7 Pässe
Col de Montgenevre 1.854 m
Col d’Izoard 2.360 m
Col d‘Agnel 2.748 m
Col d’ Sampeyre 2.284 m
Colle D‘Esischie 2.370 m
Colle Fauniera 2.481 m
Col de Larche 1.991 m

Tag 4 / Etappe 4
Le Lauzet Ubaye – Le Castellet
276 km
3 Pässe
Col St-Jean pres Lautaret 1.333 m
Col de Maure 1.346 m
Col du Labouret 1.240 m

Tag 5 / Etappe 5
Le Castellet – Jausier
405 km
7 Pässe
Col de Castillon 628 m
Col d‘Erc 505 m
Colde Turini 1.607 m
Col St. Martin 1.500 m
Col de Raspaillon 2.513 m
Col de la Bonette 2.715 m
Crime de la Bonette 2.804 m
Col de Restefond 2.678 m

Tag 6 / Etappe 6
Jausier –Megève
274 km
5 Pässe
Col de Vars 2.109 m
Col du Lautret 2.058 m
Col du Galibier 2.646 m
Col du Telegraphe 1.566 m
Col des Saisies 1.650 m

Gesamtstrecke
Gesamtstrecke: ca 1.900 km
Gesamt Höhenmeter: ca. 64.000 m
Anzahl „benamter“ Pässe: 38

Grand Arlberg Sootering 2018

Grand Arlberg Sootering 2018

JustRide Curves – Kurvenspaß in toller Bergwelt

Rund 200 Vespisti trafen sich vom 23.-26.08.2018 in Lech am Arlberg zum 1. Grand Arlberg Sootering.

Freitag-Ausfahrt

Arlberg-Ride-out über den Faschinajochpass – beim Grand Arlberg Sootering 2018
110 km rund um den Arlberg

Um kurz nach 11:00 Uhr starteten über 100 Vespisti zum 1. Arlberg Ride out im Rahmen des Grand Arlberg Scootering Events in Lech.
Bei kurzem Sonnenschein ging es Richtung Warth und dann aufwärts zum Hochtannbergpass (1.675 m).

Leichter Nieselregen bis kurz vor Au, eh es wieder Bergauf ging nach Damüls. Auf der Passhöhe des Faschinajochpasses (1.486 m) dann eine leckere Stärkung – bevor es talabwärts über Sonntag nach Bludenz ging.

Dunkle Wolken ringsum – aber trocken bis ins Ziel Lech. Davor ging’s aber noch über Dalaas und in Stuben die Serpentinen der Arlbergstraße dann hinauf. An der europäischen Wasserscheide und der Flexenpass-Höhe (1.773 m) vorbei und durch Zürs… erreichten wir gegen 15:30 Uhr wieder Lech.

Tolle Tour! Wenig Verkehr! Schöne Kurven.

Tour Daten:

Distanz: 110 Km

Route: Lech – Warth – Hochtannbergpass (1.675m) – Au – Damüls – Faschinajoc pass (1.486 m) – Bludenz – Dalaas – Stuben – Flexenpass (1.773m)

Vespa Modell: PX 200 (Baujahr 1983)

 

 

 

Samstag-Ausfahrt

Silvrettapass Ausfahrt – beim Grand Arlberg Sootering 2018
JustRide Curves

Um 10:00 Uhr starteten die Motoren der rund 160-170 Vespas in Lech am Rüflikopfplatz. Los ging’s zur rund 175km langen Silvrettapass Ausfahrt.

Hinauf nach Zürs über die Arlbergstraße ging es nach Stuben. Dunkle Wolken hingen zwar tief in den Berggipfeln, aber es war trocken – noch!

Herrlich zu fahren schlängelten wir durch das Tal Richtung Dalaas und Bludenz hinunter. In Bludenz dann Richtung Süden in das Montafon.
Es ging wieder Berg auf und der Silvretta Pass mit der Bieler Höhe kam näher und näher – damit aber auch die tiefhängenden Wolken. Nach der Mautstation begann dann der Fahrspaß pur, für jeden der viele Kurven liebt. Die Straße war das weiter drucken und so konnte man den Fahrspaß richtig ausleben.
Hörmann kam, desto mehr fuhr man in die Wolken hinein und die Sicht war deutlich eingeschränkt.

Auf der Bieler Höhe (2.032) dann Mittagspause und Stärkung für die rund 70 km lange Abfahrt und Heimfahrt über den Arlbergpass nach Lech zurück.

Leider begann es zu regnen und Nach der Kurven-Perfektion, musste man dann seine Perfektion auf teilweise überfluteten Straßen zeigen. An einer Kuhherde auf der Straße stehend vorbei – fuhren wir über Galtür, Ischgl nach Pians.
Ab hier ging es wieder hinauf auf der Arlbergstraße. In Sankt Anton angekommen, der letzte große Anstieg auf der Passstraße – hinein in die Wolken. In Sankt Christoph an der Passhöhe hatten wir dann Sichtweite teilweise unter 50 m. Durch vorsichtige Fahrweise fanden aber alle Vespisti sicher den Weg über Zürs nach Lech zurück.

Tolle rund 175 km mit klasse Serpentinen und Kurven – großer Fahrspaß, trotz des Regens auf dem 2. Teil der Tour.

Ganz lieben Dank an Franz Schmalzl und Nicole – nicht nur für diese Ausfahrt, sondern für die gesamte Veranstaltung Grand Arlberg Scootering 2018.

Tour Daten:

Distanz: 175 km

Route: Lech – Flexenpass (1.773 m) – Stuben – Dalaas – Bludenz –Montafon – Silvrettapass / Bieler Höhe (2.032 m) – Galtür – Ischgl – Pians – St. Anton – St. Christoph – Arlbergpass-Höhe (1.793 m) – Flexenpass (1.773 m) – Zürs – Lech

Vespa Modell: PX 200 (Baujahr 1983)

 

Swiss Curves 2018

Swiss Curves 2018
Get the Flow – JustRide

Ganz nach diesem Motto trafen sich 15 Vespisti aus Deutschland, Schweiz und Österreich in Sedrun, um die Pässe des Gotthard Massivs zu fahren. Das bedeutete: 3 Tage den Flow der Schweizer Berg- & Pässe-Welt genießen.

Swiss Curves 2018 – Etappe 1
Anreise nach Sedrun & Warmrollern

In Freiburg starteten wir – Hermann van da Loo, Martin Jermann und ich – am Freitag Morgen bei bestem Wetter in Richtung Schweiz. Um gleich richtig in den „Flow“ zu kommen, fuhren wir nach wenigen Kilometern den ersten Pass. Der Notschrei führte uns auf 1.221 m Höhe. Natürlich nichts dagegen, was in der Schweiz auf uns wartete, trotzdem ein schönes erstes Warmrollern.

Über das Wiesental ging’s bergab, in Rheinfelden über die Grenze und weiter bei Lenzburg durch den hügeligen Aargau. In Samendorf stießen zwei weitere Vespisti des Züricher Vespa Clubs – Toni Widmer und Reto Turotti – hinzu, die uns bei Schwyz und dem herrlich Vierwaldstätter See mehr und mehr den Pässe-Spaß näherbrachten. Bei heißen Temperaturen ging’s durch das Reusstal gemächlich die Gotthardstraße bergauf, bevor sich dann ab Göschenen die Gotthardstraße in Serpentinen nach Andermatt schlengelte. Über den Oberalppass – mit Blick auf den uns entgegenkommenden Glacier Express – fuhren wir den letzten Tagesabschnitt. An der Passhöhe angekommen, nach einem kurzem Fotostop und dem Einkauf von Leckereien für den Abend, schwangen wir die Serpentinen hinunter nach Sedrun – dem Tagesziel!

Eine herrliche 270 km Tour lag hinter uns, die mit leckerem Käsefondue und den restlichen Vespisti gebührend abgeschlossen wurde.

Fakten Etappe 1:

Route: Freiburg – Notschreipass (1.221 m) – Aarau – Goldau – Flüelen – Wassen – Göschenen – Andermatt – Oberalppass (2.046 m) – Sedrun
Distanz: 270 km
Aufstiege: 4.214 Höhenmeter
Höchster Pass: Oberalppass 2.046 m
Fahrzeit: rund 6:00 h

 

Swiss Curves 2018 – Etappe 2:
Get the Flow – Rund um das Gotthard Massiv

Um 9:00 h starten wir – 15 Vespisti mit Rally, Sprint, GTS und PX Gespann – bei warmen, aber wolkigem Wetter und genossen die noch leere Straße des Lukmanier-Passes.

Über den Stausee schlängelte sich der Pass recht schnell zur Passhöhe hinauf. Nach kurzem Fotostopp ging es runter ins Tessin. Vorfahrer Thomas Galle hatte noch ein Schmankerl für uns parat – den Combo Bi / Passo Muazz (1.697 m). Auf halber Abfahrt des Lukmanier bogen wir westlich ab. Der Pass – anfangs noch recht breit – wurde mit zunehmender Höhe immer schmaler. Nach einigen Rampen erreichten wir den Staudamm des Lago de Luzzone (1.609 m).

Die Besonderheit: Im Inneren der 225 m hohen Staumauer führte ein Tunnel auf die andere Staumauerseite. Gerade eine Fahrspur breit und durch eine einzige Ampel gesteuert, knatterten wir durch den Staudamm. Aber das war noch nicht alles!

Nach vielen sehr steilen und schmalen Rampen kam ein weiterer Tunnel. Dieser war gerade mal 2 m breit und hatte „naturbelassene felsige“ Wände. Zudem war er kaum ausgeleuchtet. Durch die feuchte und dunkle Röhre schlängelten wir uns auf die andere Bergseite und dem Ende des Passes entgegen. Auf halber Strecke im Tunnel dann die Herausforderung: ein entgegen kommendes Auto – nur noch wenige Zentimeter trennten uns und den Berg. Dicht an die Wand angelehnt kamen wir schließlich an dem Auto vorbei.

Weiter gings – nach der erneuten, faszinierenden Durchfahrt der beiden Tunnel fuhren wir weiter talwärts nach Biasca. Leider hatte das Wetter zugezogen und es hatte stellenweise geregnet, so dass die Straßen etwas rutschig waren.

Nun stand der Gotthardpass mit der altehrwürdigen Tremola auf dem Programm.

Einfach traumhaft die Kopfsteinpflasterstraße, auf der früher die Postkutschen den Pass bezwangen. Wir bezwangen den Pass bis zur Passhöhe auch – noch trocken.

Hinter der Passhöhe stärkten wir uns beim Picknick mit frisch gebrühtem Kaffee. Leider nur kurz, da Petrus uns eine neue Herausforderung versprach. Kaum zusammengepackt und aufgesattelt, brach ein Gewitter mit Starkregen über uns herein und machte die Abfahrt nach Andermatt und auch die Überfahrt des Oberalppasses zum besonderen Fahrvergnügen – ganz dem Motto: „Bei Sonne und Trocken kann jeder Vespisti Pässe fahren – bei Starkregen muss man seine wahren Fahrkünste zeigen“.

Zwar nass, aber sicher und glücklich erreichten wir das Ziel nach 195 km: die Berghütte Tegia Las Palas im Skigebiet und oberhalb von Sedrun. Bei Benzingesprächen und Schweizer Spezialitäten endet dieser Tourtag ganz dem Motto: Get the flow – JustRide – Just Wespa!

Fakten Etappe 2:

Route: Sedrun – Lukmanierpass (1.914 m) – Passo Muazz (1.697 m) – Biasca – Tremolastrasse – St. Gotthard-Pass (2.091 m) – Andermatt – Oberalppass – Sedrun
Distanz: 195 km
Aufstiege: 5.039 Höhenmeter
Höchster Pass: Gotthard Pass 2.091 m

 

Swiss Curves 2018 – Etappe 3:
Get the Flow 2 & Heimfahrt

Und schon hieß es Abschied nehmen. Aber zuvor gab es nochmals Kurven satt, bei atemberaubender Landschaft und Kaiserwetter.

Mit dem Furkapass und dem Grimselpass fuhren wir zum Abschluss zwei der schönsten Pässe der Alpen. Das Gewitter des Vortages hatte sich verzogen, die Sonne strahlte. So genossen wir die Serpentinen und den schönen Blick auf die Reste des Rhone-Gletscher und die Stauseen am Grimselpass.

In Innertkirchen angekommen, trennten sich dann unsere Wege. Zurück über den letzten hohen Pass – den Brünigpass (1.007 m) – ging’s über Luzern und das Aargau wieder nach Deutschland. Über die Weinberge des Markgräflerland beendete ich für mich nach 329 Tageskilometern die Swiss Curves 2018 am späten Sonntag Nachmittag in Freiburg.

Knapp 800 km in 3 Tagen mit rund 13.826 m Anstieg über 9 verschiedene Pässe ließ mich das Motto des Vespa Treffens nicht nur spüren, sondern jede Kurve, jeden Kilometer und jeden Höhenmeter mit 14 weiteren Vespisti zum Genuss werden.

Swiss Curves 2018: We‘ve got the Flow! JustRide!

Fakten Etappe 3:

Route: Sedrun – Oberalppass zum Dritten (2.046 m) – Andermatt – Furkapass (2.436 m) – Grimselpassss (2.165 m) – Innertkirchen – Brünigpass (1.007 m) – Aarau – Staffelegg (621 m) – Rheinfelden – Schliengen – Freiburg
Distanz: 329 km
Aufstieg: 4.573 Höhenmeter
Abstieg: 5.612 Höhenmeter
Höchster Pass: Furkapass
Fahrzeit: 9:20 h

 

Kern-Tour-Fakten:

3 Tage / 3 Etappen
Vespa Modell: Vespa Rally 200 (1977)
Gesamtdistanz: 794 km
Aufstiege: 13.826 m
Höchste Pass: Furkapass 2.436 m

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