Auf über 10.000 km Vespa Tour in Skandinavien macht man so einige Erfahrungen oder erhält während der Reise Tipps oder liest diese in Büchern bei der Planung. Diese hätte man teilweise gerne in der Planung gehabt.
Strassenverkehrsgesetz in Italien aktualisiert (14.12.2024):
Mindest-Hubraum für Motorrad / Roller auf 120 ccm gesenkt.
Bisher lag das Hubraum Minimum bei 150 ccm (Schild);
nun ist es 120 ccm
Ministero dei Lavori Pubblici Vectorization
Italien hat sein Strassenverkehrsgesetz überarbeitet (14.12.2024). Nun sind auf Autobahnen und Schnellstrassen Motorräder und Roller mit 125 ccm erlaubt – sofern der Fahrer 18 ist.
Statt bisher 150 ccm Hubraum, müssen nun Motorräder oder Roller mit Verbrennungsmotor noch einen Hubraum von 120 ccm vorweisen, um auf der Autostrada oder Schnellstraßen fahren zu dürfen. Auch für elektisch betriebene Zweiräder wurde dies gesenkt – statt bisher 11 kW Leistung, ist dies nun 6 kW.
Zudem gelten u.a. folgende weitere Neuerungen:
Explizites Wheelieverbot mit Androhung der Beschlagnahmung des Motorrads bis 60 Tage.
Verbot des Gebrauchs eines Mobiltelefons am Steuer; dafür wird bei erstmaligem Vergehen ein Bussgeld von 250 bis 1000 Euro angedroht.
Höhere Strafen für Alkohol: In Italien liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5 Promille. Wer auch nur etwas mehr intus hat, riskiert fast 2.200 Euro Bußgeld und sechs Monate Führerschein-Entzug. Bei mehr als 0,8 Promille wird es deutlich teurer, bei mehr als 1,5 Promille drohen sogar sechs Monate Gefängnis.
1,50 Meter Abstand beim Überholen von Radfahrern.
E-Scooter: Wer ohne Helm durch die Gegend rollt, ist mit 50 Euro dabei. Noch mehr kostet es, wenn Blinker, Bremslichter oder Nummernschild fehlen – auch bei gemieteten Rollern.
Weitere Informationen und Quellen:
Die wichtigsten Verkehrsregeln und die Bussgelder in Italien sind auf folgenden Websites übersichtlich zusammengestellt.
Die EU hat sich in Brüssel auf neue Führerscheinregeln geeinigt, die die EU-Führerscheinrichtlinie aktualisiert und einige Änderungen. Explizit neue Regeln für motorisierte Zweiradfahrer gibt es nicht.
(Pressemitteilung des Europ. Parlaments, 25.03.2025)
Vielzahl an Schildern regeln den Verkehr in Deutschland (§45 StVO).
Nicht nur der Verkehr auf den Straßen nimmt seit Jahren zu – auch die Anzahl der Verkehrzeichen vermehrt sich rasant. Aktuell sind es über 400 Verkehrzeichen in Deutschland – laut §45 Straßenverkehrsordnung (StVO)!
Was (meine persönliche Meinung) früher mit Tolaranz, Rücksicht und Menschenverstand des einzelnen Verkehrsteilnehmer gelöst wurde, wird oder muss heute scheinbar mit immer weiteren Schildern mit Geboten, Verboten und sonstigen Hinweisen gesteuert werden.
Gerade für Zweiradfahrer, die sich gerade im Stadtgebiet doppelt umsichtig verhalten müssen, bedeutet dies zusätzliche Konzentration und Aufmerksamkeit. Und wenn man einmal eines dann in der Schilderflut übersieht, drohen immer höhere Bussgelder…
NEU auf Autobahnen in Italien:
Italien hat sein Strassenverkehrsgesetz überarbeitet (14.12.2024). Nun sind auf Autobahnen und Schnellstrassen Motorräder und Roller mit 125 ccm erlaubt – sofern der Fahrer 18 ist. Statt bisher 150 ccm Hubraum, müssen nun Motorräder oder Roller mit Verbrennungsmotor noch einen Hubraum von 120 ccm vorweisen.
Aber was bedeuten diese Schilder eigentlich? Gerade einige neuere Schilder?
Seit dem 09.11.2021 gibt es in Deutschland die „Novelle der Straßenverkehrsordnung“. Darin kamen (neben höheren Strafen / Bussgelder) weitere neue Verkehrsschilder hinzu, die den Verkehr regeln sollen.
Darunter beispielsweise das Schild für vorberechtigtes Parken von Carsharing Fahrzeugen, der Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer oder auch die Verkehrszeichen für Radschnellwege und Fahrradzonen sowie Parkflächen und Ladezonen für Lastenfahrräder.
Und speziell für motorisierte Zweiradfahrer?
Auch neue, spezielle Verkehrszeichen für Zweiradfahrer – mit & ohne Motor
Ein besonders „interessantes“ Verkehrszeichen, was man vermehrt sieht, ist das Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Fahrzeuge (Zeichen Zeichen 277.1). Damit dürfen weder PKWs, LKWs, Busse noch Krafträder mit Beiwagen ein Motorrad, Motorroller oder Fahrrad überholen. Auch werden für Elektrofahrzeuge, Lastenfahrräder und eBikes gibt es Verbotsschilder und Zusatzzeichen. An speziellen Ampel mit „Grünpfeil“ dürfen nun auch Radfahrer trotz roter Ampel rechts abbiegen.
Zeichen 277.1
Zeichen 277.1
Elektrofahrzeuge freie Durchfahrt
e-Bikes freie Durchfahrt
Verkehrszeichen in Deutschland (§ 45 StVO)
Die Straßenverkehrsordnung (StVO)enthält über 400 Verkehrsschilder in Deutschland, die den Straßenverkehr beinflussen und regeln. Verkehrszeichen können Verkehrsschilder, aber auch Markierungen auf der Fahrbahn bzw. im Straßenbereich sein. Die StVO unterscheidet die Schilder in folgende Bereiche:
Funktionsweise und Tipps zu Protektoren und Airbags
Für das Vespa Fahren ist es von entscheidender Bedeutung, die richtige Schutzkleidung zu tragen, um sich vor Verletzungen zu schützen. Vespa Fahrer haben beim Unfall oft schwerwiegendere Folgen als für Autofahrer. Autofahrer sind beim Aufprall auf Fahrzeuge etc. dank „Fahrgastzelle“ und zahlreicher Airbags sehr gut geschützt. Dieser Schutz und eine „Knautschzone“ fehlen dem Vespa Fahrer.
Protektoren sind das Rückgrat der Schutzkleidung für Motorradfahrer
Protektoren oder zunehmend auch Airbags in Westen / Jacken bieten gutem Schutz und können schwere Verletzungen verhindern oder deren Ausmaß reduzieren. Sie absorbieren den Aufprall, verteilen die Aufprallenergie und schützen empfindliche Körperbereiche wie Wirbelsäule, Gelenke und Organe.
Was funktionieren Protektoren? Welche Arten und Unterschiede gibt es?
Worauf sollte man bei Protektoren und Airbags achten?
Wie funktionieren Airbags? Welche Arten und Unterschiede gibt es? …
Rückenprotektoren
Der Rückenprotektor ist ähnlich zum Schildkrötenpanzer. Während die Schildkröte schwer an ihrem „Panzer“ zu tragen haben, sind Rückenprotektoren leicht und vereinen Aufprallschutz mit gutem Tragekomfort.
Motorradjacken, die nicht von Haus aus einen Rückenprotektor mitbringen, sind meist für seinen Einsatz schon vorbereitet. So muss man nur die Rückentasche mit einem geprüften Einschubprotektor in passender Größe „füllen“.
Ein Protektor sollte die Vorgaben die DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) oder EN 1621-2 (Rückenprotektoren) erfüllen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, vor dem Kauf auf die CE-Kennung zu achten.
Tipps für die Auswahl:
Darauf achten, dass der Rückenprotektor nach der Norm EN 1621-2 (Rückenprotektor Motorrad) geprüft ist. Es gibt Protektoren in zwei unterschiedlichen Schutzklassen. Protektoren der Schutzklasse 2 sind wegen der besseren Dämpfung den nur noch selten angebotenen Klasse-1-Protektoren vorzuziehen.
Separat anzulegende Protektoren werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Messen Sie daher vorab Ihren Taillen-Schulter-Abstand (Abstand zwischen der höchsten Stelle der Hüfte, das ist die Verbindung der beiden Beckenkämme, bis zum Punkt an dem Schultern und Hals zusammentreffen).
Anprobe sollte mit der eigenen Jacke oder Kombi erfolgen, um festzustellen, ob der Rückenschutz sich mit der Oberbekleidung hinsichtlich Trageverhalten und Passform verträgt. Quelle (ifz)
Airbagssyssteme:
Bei den Zusammenstößen schützen Airbag-Jacken oder Airbag-Westen den Fahrer vor allem im Brust- und Rückenbereich und bieten daher ein großes Schutzpotenzial. Laut Tests wohl sogar mit Vorteilen gegenüber konventionellen Protektoren in althergebrachter Protektorenjacke. Vor allem der Schutzbereich am Rumpf ist wohl größer als bei den üblichen Motorradkombis.
Laut Institut für Zweiradsicherheit (ifz) sind viele Airbag-Systeme mittlerweile ausgereift. Hersteller wie Alpinestars, Dainese oder Helite bieten Produkte zum Drüber- oder Drunterziehen an. Unterschiede gibt es bei der Anzahl den zu schützenden Bereichen und Kammern sowie die Art der Auslösung.
Wie funktioniert der Airbag? Die neue Systeme blasen Luftkissen elektronisch gesteuert auf – im Gegensatz zu mechanisch, bei denen eine Reißleine des Systems am Fahrzeug befestigt wird. Die Reißleine löst den Airbag von Helite ab einer Zugkraft von 30 kg aus. Der elektronische Airbag misst Bewegungen mehrfach in der Sekunde (GPS) und erkennt gefährliche Situationen mittels Sensorik – löst in Millisekunden dann entsprechend aus.
Wenn sich die Weste in einer gefährlichen Fahrsituation öffnet, kann man diese wiederverwenden, wenn die Weste schadensfrei ist. Die Kapsel für die CO2-Zufuhr und die Reißleine können nachgekauft und ersetzt werden. Bei einzelnen System muss der Airbag auch zum Hersteller gesendet werden.
Mechanisches Airbag System
Die mechanische Reißleine des Systems wird am Motorrad befestigt
Immer betriebsbereit die Vorrichtung muss nicht aufgeladen werden.
Findet vorrangig bei Westen Einsatz
Hersteller beispielsweise Helite, Held
Elektronisches Airbag System
Airbag wird elektronisch ausgelöst und aufgeblasen
Eine Installation am Motorrad ist nicht nötig
Das System funktioniert über GPS-System sowie Algorithmus
Die Vorrichtung muss regelmäßig geladen werden.
Hersteller u.a. In&Motion, die Kleidung beispielsweise von Dainese, Alpinestars, Held ausrüsten
In&Motion Airbags – Tech saves lives Das In&motion Airbag System ist aktuell das einzige System, das mit der Zeit intelligenter wird. Angetrieben durch eine Vielzahl von Sensoren, GPS und leistungsstarken Algorithmen bietet das In&motion Airbagsystem unvergleichlichen Schutz und Sicherheit. Das System wird auch von vielen Motorrad-Rennfahrern eingesetzt und hat sich bei Rennen auf der Rennstrecke bewährt (Infos zu Airbags für Wettkämpfe). Das Airbag System von ist beispielsweise in Jacken u.a. folgender Hersteller: Held, Xon, IXS, Furygan.
Der Helm ist der wichtigste Bestandteil der Schutzausrüstung!
Seit 1976 besteht in Deutschland die Helmpflicht für motorisierte Zweirad-Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Der Helm ist bekanntlich sehr wichtig, denn Zweirad / Vespa-Fahrer sind einem weitaus höheren Risiko ausgesetzt als Auto-Fahrer und unterliegen einem höheren Risiko gerade von Kopfverletzungen.
Welche Helmarten gibt es? Wie ist ein Helm aufgebaut?
Wo sind Unterschiede in Material, Haltbarkeit etc.?
Welche Vorschriften gibt es beim Helm? Was sagt das Verkehrsrecht?
Welche Helmarten /-modelle gibt es? Wo sind Unterschiede?
Helmarten / -modelle
Integralhelm Umschließt den kompletten Kopf mit Ausnahme des Gesichtsfeldes. Integralhelme bieten maximalen Schutz mit fester Kinnpartie und verschließbarem Visier.
Klapphelm Wie ein Integralhelm, allerdings kann das Kinnteil hochgeklappt werden und ist besinders für Brillenträger:innen vorteilhaft. Auch bei Unfällen lässt sich der Helm leichter abnehmen.
Jethelm Der Helm umschließt Ober- und Hinterkopf sowie die Seiten, das Gesicht inklusive Kinn bleibt frei. Vorteile sind bauartbedingt das Maximum an Belüftung, großes Sichtfeld, relativ niedriges Gewicht, da weniger Materialeinsatz. Nachteile: Der fehlende Kinn- und Gesichtsschutz – und Jethelme sind meist lauter (Windgeräusche).
Cross- und Endurohelm Wie ein Integralhelm, allerdings mit ausgeprägtem Kinnbügel und zumeist mit Sonnenschirm an der Stirn. Das Tragen einer Crossbrille wird dringend empfohlen.
Hybridhelm Endurohelm mit zusätzlichem Visier. Bei manchen Modellen lässt sich das Visier werkzeuglos entfernen, um die einfache Nutzung einer Crossbrille zu ermöglichen.
Integralhelm
Jethelm (Helmade)
Aufbau eines Helms:
Der Helm besteht aus Außenschale und Innenschale. Somit das der Helm einen doppelten Schutz.
Die Außenschale verteilt, unabhängig vom Material, eine punktuelle Krafteinwirkung durch hohe elastische Verformungsenergie und soll das Eindringen spitzer oder kantiger Gegenstände verhindern.
Die eigentliche Dämpfung übernimmt die Innenschale – das Innenmaterial zwischen Außenschale und Futter.Das wird in der Regel aus besonderen EPS-Hartschaummaterialen der Styropor-Familie hergestellt, die Aufprall-Energie absorbieren.
Weitere wichtige Bestandteile des Helms sind das Visier und der Kinnriemenverschluss. Beim Klapp- oder Integralhelm ist das Kinn gegenüber einem Jethelm zusätzlich geschützt, wie die Querschnitt-Bildern deutlich machen.
Klapphelm mit Kinnschutz
Jethelm
Wo sind Helm-Unterschiede in Material, Haltbarkeit etc.
Materialien der Helmschalen
Zwei Werkstoff-Gruppen werden zur Helm-Herstellung genutzt: Thermoplastische Kunststoffe und Duroplaste.
Thermoplaste: Thermoplastische Granulate aus Acrylnitril-Butadien-Styrolt (ABS), Polycarbonat (PA) oder Polyamid (PC) sind unter Hitze leicht formbar. Sie eignen sich für das Spritzguss-Verfahren (rund 300 Grad und unter dem Druck von mehreren hundert Tonnen). Damit lassen sich Helme kostengünstig und leicht in großen Mengen herstellen lassen.
Duroplaste: Es sind harte glasartige Polymerwerkstoffe aus Kunstharz und Armierungsgewebe (z. B. Aramidfasern, Glasfaserverstärkter Kunststoff, Carbon), die nach ihrer Aushärtung nicht mehr verformbar sind und erfordern ein aufwendiges Laminat-Verfahren. Schalen dieser Materialien sind besonders hart und bruchfest, aber darurch teurer. Carbon-Helme nehmen als besonders leichte Helme eine Sonderstellung in der Gruppe der Duroplast-Helme ein. Anders als oft vermutet, bestehen sie nicht zu hundert Prozent aus dem teuren Werkstoff Carbon, sondern verfügen über mindestens eine Trägerschicht aus Fremdmaterial, meist Aramid oder GFK.
Haltbarkeit der Helme:
Langzeit-Materialtests zeigen, dass Duroplaste Helme weniger schnell „altern“. Bei guter Pflege währt die Lebensdauer rund acht bis zehn Jahre. Helme aus Thermoplasten können bei starker Ultraviolett-Strahlung und durch andere Einflüsse (Lösungsmittel, Benzin) früher spöde werden. Nach Empfehlungen des ADAC sollten diese Helme nach rund fünf Jahren auszutauschen. Helme mit zusätzlicher Lackschicht haben eines etwas längere Haltbarkeit. Nutzt man den Helm häufig und stark, dann gilt diese Empfehlung für alle Helmarten.
Wichtig: Nach Aufprall des Helms (z. B. Unfall), den Helm unbedingt austauschen Ein Aufprall führt zu einer Komprimierung und damit bleibender Verformung des Materials.
Weitere hilfreiche Informationen u.a. bei MOTORRAD
Helme bekleben oder Folieren?
Rein rechtlich ist das Lackieren des Helms nicht verboten. Weder erlischt dadurch die Zulassung, noch müssen Fahrer nach einer Lackierung oder Folierung eine Geldbuße bei Kontrolle befürchten. Allerdings zwei entscheidende Punkte: Die Garantie der Hersteller erlischt möglicherweise und der Schutz nimmt je nach Helmmaterial ab.
Vor allem Helmmodelle mit einer Außenschale aus Polycarbonat (PC) oder aus ABS-Mischmaterial gelten als nicht lackierfähig, da die Lösungsmittel die Oberfläche korrodieren lassen. Aber auch Helme, die ohneGewebeeinlage im Thermoformverfahren produziert wurden, sollte man nicht überlackieren oder bekleben. Am ehesten eignen sich Motorradhelme mit Gewebe- und Fasereinlage wie Fiberglas (GFK), Kevlar oder Carbon für eine Umgestaltung.
Daher sich vor dem Kleben oder Folieren genau mit dem Material des Helms auseinandersetzen.
Das deutsche Verkehrsrecht schreibt nur die Pflicht für Vespa- / Scooter- und Motorradfahrer vor, einen Helm zu tragen (§ 21 a Abs. 1 StVO).
Seit 1976 besteht die Helmpflicht für motorisierte Zweirad-Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Seit 1980 wird das Nicht-Tragen des Helms mit einem Verwarnungsgeld geahndet. Selbst Mofafahrer müssen seit 1985 einen Helm tragen.
2006 wurde der Paragraph 21a StVO erweitert, dass Fahrer und Mitfahrer von Krafträdern einen „geeigneten Schutzhelm“ tragen müssen. Damit ist das Benutzen von Arbeits-, Feuerwehr- oder Militärhelmen ohne ausreichende Schutzwirkung untersagt. Bußgeld und Verlust des Versicherungsschutzes droht.
Prüfnormen: Zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich auf die Norm ECE-R 22 (ECE: Economic Commission Europe) zu achten. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06 (seit 6-2022). Neben Stoßdämpfung und Formstabilität wird die Reißfestigkeit des Kinnriemens und es wird ein Abstreiftest vorgenommen. Auch Visiere müssen Mindestanforderungen erfüllen, um den am Visierrand eingegossenen ECE-Stempel zu bekommen.
In vielen europäischen Reiseländern (wie Frankfreich, Schweiz, Italien) ist das Tragen von Helmen mit diese Norm ECE-R 22.06 vorgeschrieben.
Worauf bei der Helmauswahl achten? Einige Hinweise und Tipps:
Um den richtigen Vespa-Helm zu finden, nachfolgend einige relevante Faktoren: U.a.
Passform: Der Helm sollte fest auf dem Kopf sitzen und während der Fahrt nicht verrutschen oder gar rotieren können. Jedoch darf es keine Druckstellen geben, die für Kopfschmerzen sorgen.
Kopfform: Die Kopfform ist für das optimale Passen sehr wichtig: Die meisten Menschen haben einen mittelgroßen, ovalen Kopf – einen, der recht breit, aber etwas länger als breit ist. Aus diesem Grund, sind die meisten Helmschalen für die westlichen Märkte auch „mittel-oval“ designed. Es gibt aber auch viele Menschen mit etwas längeren, schmäleren Köpfen („lang-oval“) sowie sehr wenige mit runder Kopfform („rund“). Der Kopfumfang ist daher nur eine Orientierung der Helm-Größe.
Kinnriemen: Der Kinnriemen sollte auf keinen Fall auf dem Kehlkopf aufliegen.
Schutz: Der Helm sollte unbedingt zertifiziert sein und aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen, in Europa sind das die ECE 22.05 oder ECE 22.06, in Deutschland werden auch Helme mit der amerikanischen Norm DOT (Department of Transportation) toleriert.
Gewicht: Ein leichter Helm ist angenehmer zu tragen und reduziert das Risiko von Hals- und Nackenverletzungen. Gerade bei längeren Touren ist dies vorteilhaft.
Belüftung: Eine ausreichende Belüftung ist wichtig, um während der Fahrt konzentriert bei der Sache zu sein und Überhitzung zu vermeiden. Gleichzeitig sollte die Helmbelüftung keinen störenden Zug in die Augen zulassen. Für Brillenträger:innen ist dies besonders wichtig, damit die Brille nicht beschlägt.
Sicht: Der Helm sollte ein ausreichendes Sichtfeld bieten, d. h. der Ausschnitt für das Visier sollte nicht allzu schmal ausfallen. Dabei darauf achten, dass immer klare Sicht, ohne Schlieren oder Kratzer vorhanden ist.
Farben: Helme in hellen, leuchtenden Farben fallen im Straßenverkehr besser auf.
Den Helm unbedingt anprobieren – im Geschäft, um verschiedene Modelle und Passformen auszuprobieren und die Unterschiede direkt zu spüren. Zudem ist der Fachverkäufer mit seine Kenntnis der Modelle immer sehr hilfreich und kann den Sitz & Größe direkt prüfen.
Schutzkleidung ist auch beim Vespa Fahren das „A“ und „O“.
Das deutsche Verkehrsrecht gibt nur die Pflicht für Vespa- / Scooter- und Motorradfahrer vor, einen Helm zu tragen. Es gibt keinen Hinweis, dass einem Vespa- / Motorradfahrer vorschreibt, spezielle Schutzkleidung zu tragen!
Über 8.000 Vespisti aus 55 Ländern aus fünf Kontinenten in der Heimat der Vespa
Nach Pontedera – Stadt in der Provinz Pisa – wurde die legendären Vespas seit 1946 produziert. Dorthin lud Piaggio anlässlich des 140 Jährigen Bestehens zu den Vespa World Days 2024 ein.
Die 8.000 Teilnehmer-Tickets waren in Kürze vergeben – über 16.000 Vespa Freunde aus 55 Ländern (u.a. USA, Kanada, China, Thailand, den Philippinen, Vietnam, Kuwait, Australien, Kolumbien, Japan und Argentinien) waren vom 18.-21. April vor Ort. Es war ein umfangreiches Programm für die Vespa-Community mit Touren, Ausstellungen, Events, Shows – und viel Vespa-Leidenschaft angerichtet.
Meet & Greet im Vespa Village auf der Piazza del Mercato
Das Vespa Museum und das hochmoderne Piaggio Werk, in dem die Vespa geboren wurde, war für die Öffentlichkeit an den vier Tagen zugänglich. Die ganze Stadt war für das Vespa Event geschmückt und viele Vespa Kunstobjekte zierten die Straßen.
An allen vier Tagen der Veranstaltung steht das Vespa Village auf der Piazza del Mercato in Pontedera im Mittelpunkt des Geschehens. Hier fanden alle Vespisti einen Treffpunkt zum Meet & Greet im Geiste der Vespa und den Clubs. Neben Ausstellungsständern, Food & Drinks gab es darüber hinaus einen Bereich für den technischen Support und einen offiziellen Ersatzteilshop.
Potendera im Glanz der Vespa
An- / Abreise auf einer Achse – mit der GTS 300
Anreise
Durch schlechte Wettervorhersagen mit Schnee in den Höhenlagen hatte ich mich kurzfristig am Dienstag Mittag entschieden, einen Teil der rund 800km von Freiburg bis Pontedera bereits in Angriff zu nehmen. Eigentlich war Mittwoch früh als Start & Nonstop die Anreise geplant.
Etappe 1: 545 km durch die Alpen bis Parma / Colorno
Um wegen des vorgesagten Schnees schnell durch die Alpen zu kommen und auch noch bis zum Abend möglichst viele Kilometer „abzureissen“, hatte ich die direkte Route mit überwiegend Autobahn und den Gotthardtunnel gewählt (der war zwar stickig, aber liess mich Aufwärmen bei 28C).
2 größere Staus bei Chiasso / Como und Mailand wurden „italienisch“ durchfahren, so dass nicht so viel Zeit verloren ging.
Nach 7 Stunden Fahrzeit und rund 545 km erreichte ich Parma in der Abenddämmerung.
Etappe 2: 262 km über die Alpi Apuane nach Pontedera
Von Colorno (nördlich von Parma) ging es zuerst nach Maranello auf überwiegend kleinen Straßen – über Felder und Wiesen. Dabei ging es auch durch den Ort Brescollo, der bekannt durch Peppone e Don Camillo ist.
Nach kurzer Umrundung des Ferrari Werks wurden die Alpi Apune in Angriff genommen, die die Emilia-Romagna und die Toskana trennt. Herrliche Landschaft mit kurvenreicher Straße – die vor allem sehr leer war – führten bis in die Höhe von 1.388m Höhe auf dem Passo dell’Abetone und nach Abetone. Der Ort ist nicht nur Skiort mit Ski Weltcup Vergangenheit, sondern auch häufig Ziel oder Durchgangsort des Giro d’Italia. Noch war diese Gegend schneefrei, was sich am nächsten Tag änderte und einige Vespisti mit rund 20cm Schnee zu spüren bekamen.
Von Abetone ging es dann über viele herrliche Kurven mit imposanten Ausblicken hinunter nach Pistoria und weiter durch die Felder und leichten Hügeln nach Pontedera.
Nach 262 km der 2. Etappe und einer Gesamtstrecke beider Etappen von 807 km wurde das Gelände der Vespa World Days – das Vespa Village – erreicht.
Abreise / Rückfahrt
867 km in 11 1/2h von Pontedera – Pistoia – Bologna nach Freiburg
Nach 3 Tagen Vespa World Days hieß es am Sonntag Morgen Abschied nehmen und die Rückfahrt in einer Etappe in Angriff nehmen.
Bei Sonne, aber ca. 6°C, gab es noch einen kurzen Blick aufs VWD Village, bevor es dann über Felder und leichte Hügel nach Pistoria ging. Immer wieder wurden heimfahrende Vespisti (aus verschiedenen Ländern) überholt oder italienische Vespa Gruppen kamen mir auf ihrem Weg nach Pontedera entgegen.
Um noch etwas Fahrspaß zu haben und etwas von der schönen Bergwelt der südlich-östlichen Alpi Apuane zu sehen, wurde nicht die Autostrada, sondern die „Landstraße“ SS64 bis Bologna gewählt. Rund 90km führte die Route auf der historischen Strada Statale 64 Porrettana, die anfangs hinauf über dem Passo della Porrettana (oder auch Collina) bis auf 932 m Höhe ging. Im Anschluss schlängelte sich die Strecke in vielen Kurven dem immer breiter werden Tal – entlang des Stausees Bacino di Pavana – bis nach Casalecchio di Reno.
Ab hier war die Autostrada angesagt, um die restlichen 700 km bis Freiburg zügig zu befahren. Mit 110-125 km/h wurden auf der Strecke bis zum Gotthardtunnel immer wieder Vespisti im PKW mit Anhänger überholt.
Ab Alpennähe verschlechtere sich das Wetter zunehmend – kalt und windig – der sehr lange Stau vor dem Gotthardtunnel wurde wieder „italienisch“ durchfahren – kurze Plausche beim Vorbweifahren mit den im Stau stehenden „Pkw“-Vespisti verkürzten mir und ihnen die Wartezeit durch Tunnel-Sperrung.
Schneeregen & Schnee-Hagel-Wolkenbruch nach dem Gotthard-Tunnel
20 min Aufwärmen im 17 km-langen Tunnel, bevor nach Ausfahrt eine weiße Winterlandschaft und die ersten hundert Meter weiße Autobahn beschwert wurden. Schneeregen und 0°C reduzierten die Fahrfreude. Als hinter Luzern ein Schnee-Hagel-Wolkenbruch über mich niederging, war die Autobahn vollends für einige Kilometer weiß! Endlich :-) ) kamen die Winterreifen (Heidenau K58) auf der GTS 300 so richtig zum Einsatz. Mit Vorsicht, aber trotzdem „Tempo 80“ wurde die Fahrt auf der Autobahn fortgesetzt.
Nach ca. 867 km, 11 1/2 Stunden – um 19:45 Uhr – wurde Freiburg erreicht – und natürlich bei einem erneuten Schneeregen-Schauer. Aber ein riesiger leuchtender Regenbogen über Freiburg durch die vom dem Elsaß scheinende Abendsonne bescherten einen herrlichen Abschluss .
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