In den französischen Südalpen rund um den Col de la Bonette fanden vom 06.-07.09.2025 die vierten CORSA OTTO Faro Basso Race Days statt. An 2 Tage wurden mit Vespa Rohrlenkern jeweils 290 Kilometer über 7.115 Höhenmeter absolviert.
Am 14. Tag startete der 2. Teil des Vespa Abenteuers zurück in den Süden. Von Honningsvåg sollte es nach Tromsø gehen. Allerdings ein Reifenpanne führte zu einem 2 1/2 tägigen Zwangsstop in Alta und verzögerte die Ankunft in Tromsø.
Auf der Achter-Bahn am Mythos des Gotthard Massivs
Der Mythos und die Nostalgie von Postbus, Dampfzug, James Bond und Kopfsteinpflaster – erlebt an 2 Tagen mit jeweils rund 240 Kilometern über 5 Pässe bei 2.200 Höhenmeter.
Was die Römer früher auswichen – stellten sich 25 Vespisti aus 4 Ländern auf ihren Rohrlenkern: Die Herausforderung der gewaltigen Masse des Gotthards und den umliegenden Pässen beim Corsa Otto vom 23. & 24. August 2024.
Neben Gotthardpass (2.107 m.ü.M.) mit Tremola und Furkpass (2.429 m.ü.M.) führte die Achter-Runde über den Grimselpass (2.163 m.ü.M.), Sustenpass (2.260 m.ü.M.) und Nufenpass (2.478 m.ü.M.) und hatte eine Länge von rund 240 Kilometern bei rund 2.200 Höhenmetern.
Die Nostalgie live erlebt & mit den Rohrlenkern selbst belebt
Atemberaubend war für alle Vespisti die Fahrt über die kopfsteingepflasterte Tremola an der Südflanke des Gotthardpasses. Teilweise wurde auch noch hinunter nach Andermatt über das Kopfsteinpflaster am Ende der Achterrunde des ersten Tages gefahren.
Auf den halsbrecherischen Serpentinen mit dem Kopfsteinpflaster flotter hinunter ging es von der Passhöhe nach Airolo am 2. Tag. Mit etwas Glück begegnete man dem historischen Postbus oder überholte die Postkutsche mit den meist 5 „Pferdestärken“. Die Tremola gilt im Übrigen als längste Baudenkmal der Schweiz.
Auf den Spuren von James Bond
Zudem bewegten – oder besser schlichen – sich die Faro Basso‘s auf den Spuren von James Bond über die Kurven und Kehren des Furkapasses. Dabei ging es um das berühmte Hotel Belvédère, vorbei am Rhonegletscher und hatte Begegnung mit dem Furka Dampfzug.
Beide Rally-Tage auf dem Corsa Otto mit Parkour-Aufgaben bei Start und Zielankunft wurden von allen Teilnehmer:innen mit ihren Vespas der Baujahre von 1951 bis 1957 pannenfrei gemeistert. Einige haben es besonders gut gemeistert und wurden am Ende der beiden Tage ausgezeichnet.
Sieger der Gesamtwertung: Dominik Schmid (Deutschland)
Die beiden Rally-Tage boten strahlend schönes Wetter, und alle Rohrlenker-Fahrer:innen hatten echtes Fahrvergnügen auf der atemberaubenden Strecke mit „Fahrerlager“ in Andermatt. Jeder hat den Mythos Sankt Gottardo Massiv mit Postbus, Pferdekutsche und Kopfsteinpflaster live von der schönsten Seite erleben können.
So gilt mein herzlicher Dank – sicher auch im Namen aller Teilnehmer:innen – Franz & Nicole, die uns wieder ein herrliches Vespa Fahrvergnügen mit Meet & Greet beschert haben.
4. Corsa Otto Foro Basso rund um den Col de la Bonette
Die 4. Auflage des Corsa Otto Foro Basso findet in den französischen Alpen rund um den Col de la Bonette vom 5.-6. September 2025 statt. Ich freue mich schon darauf – wie sicher alle anderen auch.
Über 8.000 Vespisti aus 55 Ländern aus fünf Kontinenten in der Heimat der Vespa
Nach Pontedera – Stadt in der Provinz Pisa – wurde die legendären Vespas seit 1946 produziert. Dorthin lud Piaggio anlässlich des 140 Jährigen Bestehens zu den Vespa World Days 2024 ein.
Die 8.000 Teilnehmer-Tickets waren in Kürze vergeben – über 16.000 Vespa Freunde aus 55 Ländern (u.a. USA, Kanada, China, Thailand, den Philippinen, Vietnam, Kuwait, Australien, Kolumbien, Japan und Argentinien) waren vom 18.-21. April vor Ort. Es war ein umfangreiches Programm für die Vespa-Community mit Touren, Ausstellungen, Events, Shows – und viel Vespa-Leidenschaft angerichtet.
Meet & Greet im Vespa Village auf der Piazza del Mercato
Das Vespa Museum und das hochmoderne Piaggio Werk, in dem die Vespa geboren wurde, war für die Öffentlichkeit an den vier Tagen zugänglich. Die ganze Stadt war für das Vespa Event geschmückt und viele Vespa Kunstobjekte zierten die Straßen.
An allen vier Tagen der Veranstaltung steht das Vespa Village auf der Piazza del Mercato in Pontedera im Mittelpunkt des Geschehens. Hier fanden alle Vespisti einen Treffpunkt zum Meet & Greet im Geiste der Vespa und den Clubs. Neben Ausstellungsständern, Food & Drinks gab es darüber hinaus einen Bereich für den technischen Support und einen offiziellen Ersatzteilshop.
Potendera im Glanz der Vespa
An- / Abreise auf einer Achse – mit der GTS 300
Anreise
Durch schlechte Wettervorhersagen mit Schnee in den Höhenlagen hatte ich mich kurzfristig am Dienstag Mittag entschieden, einen Teil der rund 800km von Freiburg bis Pontedera bereits in Angriff zu nehmen. Eigentlich war Mittwoch früh als Start & Nonstop die Anreise geplant.
Etappe 1: 545 km durch die Alpen bis Parma / Colorno
Um wegen des vorgesagten Schnees schnell durch die Alpen zu kommen und auch noch bis zum Abend möglichst viele Kilometer „abzureissen“, hatte ich die direkte Route mit überwiegend Autobahn und den Gotthardtunnel gewählt (der war zwar stickig, aber liess mich Aufwärmen bei 28C).
2 größere Staus bei Chiasso / Como und Mailand wurden „italienisch“ durchfahren, so dass nicht so viel Zeit verloren ging.
Nach 7 Stunden Fahrzeit und rund 545 km erreichte ich Parma in der Abenddämmerung.
Etappe 2: 262 km über die Alpi Apuane nach Pontedera
Von Colorno (nördlich von Parma) ging es zuerst nach Maranello auf überwiegend kleinen Straßen – über Felder und Wiesen. Dabei ging es auch durch den Ort Brescollo, der bekannt durch Peppone e Don Camillo ist.
Nach kurzer Umrundung des Ferrari Werks wurden die Alpi Apune in Angriff genommen, die die Emilia-Romagna und die Toskana trennt. Herrliche Landschaft mit kurvenreicher Straße – die vor allem sehr leer war – führten bis in die Höhe von 1.388m Höhe auf dem Passo dell’Abetone und nach Abetone. Der Ort ist nicht nur Skiort mit Ski Weltcup Vergangenheit, sondern auch häufig Ziel oder Durchgangsort des Giro d’Italia. Noch war diese Gegend schneefrei, was sich am nächsten Tag änderte und einige Vespisti mit rund 20cm Schnee zu spüren bekamen.
Von Abetone ging es dann über viele herrliche Kurven mit imposanten Ausblicken hinunter nach Pistoria und weiter durch die Felder und leichten Hügeln nach Pontedera.
Nach 262 km der 2. Etappe und einer Gesamtstrecke beider Etappen von 807 km wurde das Gelände der Vespa World Days – das Vespa Village – erreicht.
Abreise / Rückfahrt
867 km in 11 1/2h von Pontedera – Pistoia – Bologna nach Freiburg
Nach 3 Tagen Vespa World Days hieß es am Sonntag Morgen Abschied nehmen und die Rückfahrt in einer Etappe in Angriff nehmen.
Bei Sonne, aber ca. 6°C, gab es noch einen kurzen Blick aufs VWD Village, bevor es dann über Felder und leichte Hügel nach Pistoria ging. Immer wieder wurden heimfahrende Vespisti (aus verschiedenen Ländern) überholt oder italienische Vespa Gruppen kamen mir auf ihrem Weg nach Pontedera entgegen.
Um noch etwas Fahrspaß zu haben und etwas von der schönen Bergwelt der südlich-östlichen Alpi Apuane zu sehen, wurde nicht die Autostrada, sondern die „Landstraße“ SS64 bis Bologna gewählt. Rund 90km führte die Route auf der historischen Strada Statale 64 Porrettana, die anfangs hinauf über dem Passo della Porrettana (oder auch Collina) bis auf 932 m Höhe ging. Im Anschluss schlängelte sich die Strecke in vielen Kurven dem immer breiter werden Tal – entlang des Stausees Bacino di Pavana – bis nach Casalecchio di Reno.
Ab hier war die Autostrada angesagt, um die restlichen 700 km bis Freiburg zügig zu befahren. Mit 110-125 km/h wurden auf der Strecke bis zum Gotthardtunnel immer wieder Vespisti im PKW mit Anhänger überholt.
Ab Alpennähe verschlechtere sich das Wetter zunehmend – kalt und windig – der sehr lange Stau vor dem Gotthardtunnel wurde wieder „italienisch“ durchfahren – kurze Plausche beim Vorbweifahren mit den im Stau stehenden „Pkw“-Vespisti verkürzten mir und ihnen die Wartezeit durch Tunnel-Sperrung.
Schneeregen & Schnee-Hagel-Wolkenbruch nach dem Gotthard-Tunnel
20 min Aufwärmen im 17 km-langen Tunnel, bevor nach Ausfahrt eine weiße Winterlandschaft und die ersten hundert Meter weiße Autobahn beschwert wurden. Schneeregen und 0°C reduzierten die Fahrfreude. Als hinter Luzern ein Schnee-Hagel-Wolkenbruch über mich niederging, war die Autobahn vollends für einige Kilometer weiß! Endlich :-) ) kamen die Winterreifen (Heidenau K58) auf der GTS 300 so richtig zum Einsatz. Mit Vorsicht, aber trotzdem „Tempo 80“ wurde die Fahrt auf der Autobahn fortgesetzt.
Nach ca. 867 km, 11 1/2 Stunden – um 19:45 Uhr – wurde Freiburg erreicht – und natürlich bei einem erneuten Schneeregen-Schauer. Aber ein riesiger leuchtender Regenbogen über Freiburg durch die vom dem Elsaß scheinende Abendsonne bescherten einen herrlichen Abschluss .
300 Kilometer-Achterbahn mit der Vespa GTS 300 rund ums Stilfserjoch
Erstmals fand vom 14.-17.09.2023 das CORSA OTTO GTS-Rally Adventure statt.
Für die Premiere des CORSA OTTO GTS trafen sich 20 Vespisti aus 4 Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Litauen) am Fuße des Stilfserjoch-Passes in Italien, um den Corso OTTO GTS Rally „Champion“ auszufahren.
Das historische Berghotel Franzenshöhe auf 2.188 m Höhe war Start- und Ziel sowie „Fahrerlager“ der beiden Rally-Tage. Der imposante Blick auf die letzten 21 Kehren bis zur Stilfserjoch-Passhöhe war beste Kulisse dafür. Allerdings: Jahreszeitengemäß verschwanden diese Kurven und auch die der anderen Pässe immer wieder in dichten Wolken. So war fahrerisches Können und auch noch mehr Mut und Konzentration gefragt.
Rally-Serie für GTS 300 Vespas
Diese neue Rally-Serie für GTS 300 Vespas war bereits Mitte Mai am Stilfserjoch geplant, musste aber durch den späten Wintereinbruch in den Alpen auf September verschoben werden.
Auf den Spuren der Vespa Faro Basso-Piloten folgen nun jährlich die „Piloten der Neuzeit“ mit Ihren Vespa GTS 300-Maschinen. „Wir möchten mit dieser Rally-Veranstaltung auch diesen Vespisti die Möglichkeit geben, sich auf berühmten Pässen im Rally-Format untereinander zu messen“, so Ideengeber und Organisator Franz Schmalzl (Zell am See).
8er-Rundstrecke über 8 kurvenreiche Pässe
Der rund 310 Kilometer lange Achter-Rundkurs führte in Italien und Schweiz über insgesamt acht Pässe, die allesamt über 2.000 Meter ü.M. liegen. Neben dem Stilfserjochpass (2.758 m), Passo Eira (2.208 m), Passo Foscagno (2.291 m) und Forcola de Livigno (2.315 m) auf italienischer Seite waren auf Schweizer Seite Julierpass (2.284 m), Albulapass (2.312 m) sowie Bernina-Pass (2.335 m) und Ofenpass (2.149m) zu überqueren und damit rund 10.720 Höhenmeter Anstieg zu bewältigen. Je nach Tempo und Pausen lag die Rundenzeit unter den Teilnehmern zwischen 5 ½ und knapp 8 Stunden.
Start- & Zieldurchfahrt möglichst auf die 10tel-Sekunde genau
Pünktlich um 9:00 Uhr wurde am Freitag und Samstag gestartet und der Fahrer mit der Nummer 1 ging auf die 310 Kilometer lange 8er-Runde. Jeweils in Minuten-Abständen folgten die weiteren 19 GTS-Piloten (darunter 2 Pilotinnen), die nach Durchfahren eines kurzen Parcours mit Überfahren der Startlinie ihre jeweilige vorgegebene Startzeit auf die 10stel-Sekunde genau „treffen“ mussten. Die tägliche Zieldurchfahrt beinhaltete einen etwas längeren Geschicklichkeitskurs, bei dem sich am Ende die Zeitschranke befand. Die Uhrzeit war nur bei der jeweiligen Einfahrt in den Parcours zu sehen.
Die drei Erstplatzierten der Rally-Wertung aus drei Ländern
Die Rally-Wertung der 1. CORSA OTTO GTS-Rally mit der geringsten Fehler-Punktzahl gewann Olaf H. Just (Freiburg / Deutschland), der auch die beiden Tage jeweils in kürzester Zeit absolvierte. Die Plätze 2 und 3 belegten Christian Möslinger (Wien / Österreich) und Evaldas Markunas (Vilnius / Litauen). Die Damen-Wertung sicherte sich Beatrix Hofbauer (Gänserndorf / Österreich) und den Sonderwettbewerb CORSA OTTO-Slow Race, René Voglsinger (Wien / Österreich).
Die historische und berühmte Stilfserjoch Passstraße
Die kurvenreiche Stilfserjoch Passstraße ist mit 2.758 m Höhe die höchste Passstraße Italiens und gilt mit ihren 48 Kehren auf Südtiroler Seite als eine der imposantesten und kurvigsten Straßen der Welt. Die 49 km lange „Königin der Alpenstraßen“ von Bormio nach Prad wurde zwischen 1820 und 1825 unter widrigen Umständen in Rekordzeit fertiggestellt und ist für jeden Zweirad-Fahrer ein großer Kurven-Spaß und immer eine große Herausforderung.
2024 rundum die Sella Ronda / Dolomiten / Italien
Die 2. Auflage des CORSA OTTO GTS-Rally Adventure findet im nächsten Jahr vom 18.-19.05.2024 rund um die Sella Ronda in den Dolomiten / Italien statt. Weitere Informationen unter www.corsaotto.it.
In den Bergen und auf den Pässen der Dolomiten fanden vom 16.–17.07.2023 zum zweiten Mal die CORSA OTTO Faro Basso Race Days statt.
Sella-Massiv, Tofane-Massiv, Drei Zinnen und die Marmolata, („Königin der Dolomiten“ – höchster Berg der Dolomiten) waren eindrucksvolle Kulisse und erfreuten die Vespisti durch viele enge Kurven mit großartiger Aussicht bei den „Pässe-Fahrten“.
DIE LEGENDE IN FÜNFTER, LÄNGSTER & LETZTER AUFLAGE
2.200 km durch, über & um die Pyrenäen mit Start / Ziel in Andorra
Die fünfte und letzte Auflage des GIRO VESPISTICO DELLE ALPI fand vom 10. – 18. September 2022 in den Pyrenäen statt!
Nachdem die ersten vier Auflagen des GIROs von Zell am See (2012, 2014), Nauders (2016) und Megève (2018) durch die Alpen führte, war dieses Mal Start und Ziel der Rally in den hochalpinen Bergen von Andorra – inmitten der Pyrenäen und umringt von Spanien und Frankreich: La Massana – unweit Europas höchstgelegener Hauptstadt Andorra la Vella (1.010 Höhenmetern).
Es nahmen an diesem letzten von Franz Schmalzl und Nicole Egger organisierten GIRO 35 Vespisti (darunter 3 Damen) aus 5 Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Slowenien) teil, die sich mit ihren Vespas auf die rund 2.200 km lange Strecke durch, über und um die Pyrenäen machten.
Mit dem 5. GIRO endet in den Pyrenäen die GIRO-Saga. Legendär die Strecken durch die alpine Bergwelt – eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine – und allen Vespisti, die einmal, zweimal, dreimal, viermal oder sogar fünfmal teilnahmen. Weitere Informationen zur Geschichte des GIRO VESPISTICO DELLE ALPI
Von und nach Andorra / Von der COSTA BRAVA zur COSTA VASCA
Die 5. Auflage des GIRO VESPISTICO DELLE ALPI war mit rund 2.200 km und 7 Tagesetappen der längste GIRO und hatte durch die besondere Bergwelt, Pässe, Kulturen der Pyrenäen sowie der Streckenführung viele schöne Besonderheiten.
Die Strecke führte zuerst nach Osten – von der hochalpinen Bergwelt Andorras‘ über einige kurvenreiche und schmale Pässe ans spanische Mittelmeer der Costa Brava, nach Roses (Spanien). Von dort ging es nun quer durch die Pyrenäen Richtung Westen und dem Atlantik.
Erst entlang der Mittelmeerküste nach Perpignan (Frankreich) und dann Richtung Westen führte die Strecke zurück in die Pyrenäen und zurück nach Andorra mit dem höchsten Streckenpunkt des GIRO 2022 – zugleich Tagesziel: Port d’Envalira mit 2.450 Höhenmetern. Hier befindet sich auch der Circuito Grandvalira Andorra, Europas höchstgelegene Rennstrecke, auf der einige Runden gefahren wurde.
Auf den weiteren beiden Etappen über circa 630 km bis zur französischen Atlantikküste ging es quer durch die Hautes-Pyrénées – immer im ständigen Wechsel der Landesgrenze zwischen Spanien und Frankreich. Dabei wurden auch einige Pässe der Tour de France befahren, u.a. Col de Val Louron-Azet, Col de Peyresourde, Col d’Aubisque.
Vom Strand bei Hendaye ging es über San Sebastián entlang der Baskischen Küste (Costa Vasca) nach Bilbao. Einige nutzen die Durchfahrt für einen Besuch des Guggenheim-Museums, bevor über Hügellandschaft mit „kleinen“ Pässen in die durch Stierläufe bekannte Stadt Pamplona weitergefahren wurde.
Die letzten beiden Streckenabschnitte, circa 600 km, führten zurück nach Andorra, dem Zielort La Massana. Dabei fuhr man nochmals durch die Hautes-Pyrénées und konnte die kurvenreichen Passstraßen, umringt von hohen Gebirgszügen, genießen. Mit Boltana, Arreau, Vielha wurden Tour de France Etappenort durchfahren – kurze Abstecher zu bekannten Tour de France-Pässen wie La Hourquette d’Ancizan, Col d’Aspin und Col du Tourmalet wurden von einzelnen Vespisti zusätzlich befahren.
Nach 7 Tagen Fahr- und Kurvenspaß über rund 2.200 Kilometern und 25 Pässen und 3 verschiedenen Ländern, von 0 auf 2.450 Höhenmetern, ging der letzte GIRO VESPISTICO DELLE ALPI zu Ende.
Alle 35 Vespisti kamen unfallfrei ins Ziel, leider einige davon im Besenwagen – u.a. mit Problemen der Elektronik oder Benzinpumpe, kaputter Schaltraste etc. Andere tauschten unterwegs die Vespa – fuhren mit nur 2 Gängen früh morgens 270 km zurück nach Andorra, um dann 410 km mit der Ersatz-Vespa das Tages-Etappenziel zu erreichen.
Es war wieder ein großartiges Vespa Erlebnis! Der 5. GIRO VESPISTICO DELLE ALPI ist Geschichte. Und so ist der legendäre GIROS nun wirklich Legende.
Garcias, merci beaucoup und ganz lieben Dank für dieses erneut unvergessliche Erlebnis des GIROs und die tolle Vorbereitung und Organisation – Franz Schmalzl & Nicole Egger.
PERSÖNLICHE SPEZIAL ETAPPE 4 A+B
- wegen defekter Schaltraste
A: Boltana (ES) – Andorra – 285 km B: Andorra – Heyndes (F) – 435 km
Leider „verabschiedete“ sich auf der 3. Etappe meine Schaltraste der Rallye 200. Immer häufiger „sprang“ der 3. Gang raus auf den letzten Kilometern heraus. Abendliches Reperaturversuche scheiterten leider an einer defekten Schaltraste. Eine Ersatz-Schaltraste war nicht verfügbar, ebenso war keine Vespa Werkstatt naheliegend auf der Strecke der nächsten Etappe … Ein Weiterfahren über die noch kommenden Berge war nicht mehr lange möglich – und auf Besenwagen wenig Lust!
So entschloss ich mich zu einer Spezial-Etappe am Tag 4 des Giros und der Versuch, zurück ins Start-Hotel nach Andorra über eine Strecke mit möglichst wenigen Steigungen und bergen zu fahren, um dort auf meine GTS 300 umzusteigen.
Um 6:00 Uhr im Dunkeln ging es los, rund 285 km immer darauf bedacht, so wenig wie möglich zu schalten und viel im 4. Gang zu fahren. Anfangs fuhr ich über leere Landstraßen mit kleineren Hügeln raus aus den Pyrenären Richtung Lleida. Auf dem längeren Autobahnstück konnte ich die Schaltung schonen und so gelang es mir immer mit viel Schwung einigermaßen gut in die Pyrenäen zurück bis nach Andorra La Vella Stadtgrenze zu kommen.
Dann ging es jedoch erst Stop-and-Go und zusätzlich & danach extrem den berg hinauf. Auf diesen letzten 10-11 Kilometern sprangen die Gänge dann nach und nach alle raus – nur mit wenig Drehzahl, schleifender Kupplung ließ sich noch 1. Gang fahren… schaffte gerade so das Hotel in La Massana. Schaltraste und auch Getriebe und Kupplung sind wohl nun hinüber…
Für diesen Moment egal: Rally abgestellt und los gings mit der GTS 300 nach Hendaye (F) an den Atlantik.
Durch die spezielle geographische Lage von Andorra musste ich erst nach Osten über den Pas de la Casa (2.450 m Etappe-Ziel 2) fahren, bevor es dann raus aus den Pyrenäen über Saint-Paul-de-Jerrat und über die Autobahn vorbei an Tarbes, Pau und Bayonne bis nach Hendaye ging (435 km). Nach insgesamt 720 km und 11 1/2 Stunden war es geschafft – wieder zurück im Giro Team
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